Leben
18.06.2018

War betrunken: Mann kauft Bild von Brücke, die vor seinem Fenster steht

Wer kann, der kann: Stuart Slicer erstand ein Wandgemälde, das eine Brücke zeigt, die vor dem Fenster seines Hauses steht.

Majestätisch erhebt sich die stählerne Forth Bridge über dem weit ins Land reichenden Mündungstrichter des Flusses Forth in Schottland. Bei ihrer Eröffnung im Jahr 1890 hatte die zweigleisige Eisenbahnbrücke die größte Spannweite aller Brücken weltweit. Diesen Rekord musste sie 1919 an die Québec-Brücke abtreten. Als Motiv für Kunstwerke ist die Brücke aber nach wie vor beliebt.

Auch Stuart Slicer fand kürzlich bei einer Auktion für den guten Zweck Gefallen an einer Malerei, die die Brücke zeigt – und kaufte diese kurzerhand. Das berichten unter anderem die britische Daily Mail und die Scottish Sun.

Doppelt gemoppelt

Bis zu diesem Punkt scheint die Geschichte nicht wahnsinnig spektakulär. Allerdings stellte sich kurze Zeit, nachdem der Schotte das riesige, längliche Bild gekauft hatte, heraus, dass er das Motiv des Bildes auch im realen Leben bewundern kann – und zwar von seinem eigenen Fenster aus.

Stuart Slicer wohnt direkt neben der Forth Bridge, wie ein Tweet seines Enkels belegt, der sich köstlich über den Fehlkauf seines Großvaters amüsierte.

Damit nicht genug: Stuart Slicer arbeitet als Zugführer und fährt auch jeden Tag berufsbedingt über die Brücke. Erkannt hat er sie trotzdem nicht. Wohl nicht zuletzt deswegen, weil bei dem Event auch Alkohol geflossen sei, wie es in diversen Medienberichten heißt.

Ehefrau not amused

Vor allem seine Ehefrau scheint offenbar nicht sehr glücklich über den Deko-Neuzugang zu sein. Sie sei bereit das Bild wegzuwerfen und ihren Mann in die Garage zu verbannen, schilderte der Enkel auf Twitter mit einem Augenzwinkern.

Stuart Slicer findet die Doppelung gar nicht übertrieben. Immerhin sei es in letzten Zeit ohnehin oft so nebelig, dass er die Brücke gar nicht sehen könne. Ausrangiert wird das Bild also wohl nicht. Immerhin musste das Ehepaar das überdimensional große Bild auch durch das Küchenfenster ins Haus hieven, da es nicht durch die Haustür passte.

Im Netz ist die Aktion des Mannes jedenfalls ein Renner: Bisher haben fast 150.000 Menschen den Tweet über den Fehlkauf gelikt, über 40.000 haben ihn kommentiert.