Sternschnuppen gibt es prinzipiell jede Nacht - doch zu manchen Zeiten sind es besonders viele. So genannte Sternschnuppenströme sorgen dafür, dass es mehr Sterne vom Himmel "regnet" als sonst. Besonders bekannt sind die Perseiden - sie verzaubern im Hochsommer den Nachthimmel mit einem Maximum von 100
Sternschnuppen pro Sekunde. Im November, so der Himmel nicht nebelbedeckt ist, sind die Leoniden zu bewundern, mit 120 Sternschnuppen pro Stunde.
Aktuell sind die
Lyriden besonders aktiv, aus dem Sternbild Leier (lyra) - es ist das Sternbild, in dem auch der helle
Stern Wega steht. Ihren Höhepunkt erreichen sie morgen, 22. April - mit durchschnittlich 18 bis 20
Sternschnuppen pro Stunde, manchmal "regnet" es Rekorde, bis zu 100 nämlich. Am besten sind die
Lyriden in den frühen Morgenstunden zu beobachten. Die Chancen, etwas zu sehen, stehen gut - der Himmel wird sternenklar sein. Jedenfalls wurden die
Lyriden bereits 687 v. Chr. beobachtet und dann aufgezeichnet - in einem chinesischen Geschichtswerk. Damals berichtete man, dass "Sterne wie Regen vom Himmel fielen".
Meteore sind kleine feste Körper, die in unserem Sonnensystem herumschwirren. Die meisten sind so klein wie ein Staubteilchen. Ab der Größe eines Sandkorns entsteht bei Eintritt in die Erdatmosphäre ein kurzes Aufleuchten - das, was wir als Sternschnuppe bezeichnen und kennen. Das Leuchten entsteht durch die Reibung, nicht durch Verglühen. Bei so genannten Sternschnuppenschauern sind es dann eben mehr solcher Meteore, die Richtung Erde ziehen.
Der Glaube daran, dass ein Wunsch in Erfüllung geht, wenn man eine
Sternschnuppe sieht, ist alt. Die Herkunft jedoch unbekannt. Vermutlich geht es um den Beistand "von oben", also von Himmelswesen wie Engel. Jede Kultur hat hier ihren eigenen Interpretationsspielraum - in der
Mongolei etwa gelten
Sternschnuppen als Zeichen für Unglück. Mit jeder
Sternschnuppe geht die Seele eines Verstorbenen Richtung Himmel. Etwas lockerer sah es ein unbekannter Dichter in einem deutschen Aphorismus: "
Sternschnuppen sind die Strapse am Strumpf der Nacht." Wer an die Wirkung von
Sternschnuppen glaubt - Achtung: Man darf den Wunsch niemandem verraten, sondern muss ihn für sich behalten.
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