Vom Vibrator etwas lernen
Auf den ersten Blick fragwürdig, auf den zweiten Blick aber dann doch sehr spannend und interessant wirkt Lioness, ein neues Crowdfunding-Projekt. Genauer genommen handelt es sich um ein Lust-Projekt. In dessen Mittelpunkt steht ein Vibrator, den junge Frauen - findige Köpfe, etwa von der Uni Berkeley - erfunden haben.
Lustvolle Innenschau
Das Besondere an dem High-Tech-Ding: Das amerikanische Start-up will seinen potenziellen Kundinnen nicht nur Höhenflüge bescheren, sondern ihnen auch helfen, ihr Innenleben erkunden. Diverse Sensoren ermitteln die Veränderungen der Körpertemperatur, Kontraktionen und exakte Position. Die so gewonnenen Infos – samt App - sollen helfen, die eigene sexuelle Gesundheit zu erkunden und, in der Folge, zu fördern. Ziel ist es, ein Profil-Bild der eigenen Lust zu bekommen. So wäre es etwa möglich, die Verbindung zwischen Tageszeit und Libido oder Menstruationszyklus und Libido zu evaluieren, um daraus Schlüsse zu ziehen. Ganz nebenbei sorgt das elegante Tool angenehme Momente.
Das Vergnügen wird also mit dem Praktischen verbunden – Lioness hilft, den eigenen Körper besser kennenzulernen und besser zu verstehen. Der smarte Vibrator zeichnet bis zu 20 Anwendungen auf, bevor die Daten mit der Smartphone-App synchronisiert werden. Für Lioness lief eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Am 10. April hat das Start-up mit einer Summe von insgesamt 113.000 Dollar (rund 100.000 Euro) bereits mehr als das Doppelte des ursprünglichen Finanzierungsziels erreicht. Der Bedarf scheint also groß. Interessenten können sich um einen Preis von 219 Dollar (umgerechnet 194 Euro) ein Exemplar sichern. Die Auslieferung beginnt voraussichtlich im November 2016.
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