Leben
17.12.2018

Klassensprecher-Wahl verloren: Clinton schreibt Schülerin Brief

Nachdem die Achtjährige bei der Wahl einem Mitschüler unterlegen war, erreichte sie ein Schreiben von Hillary Clinton.

Hillary Clinton weiß, wie es sich anfühlt, eine Wahl zu verlieren. Immerhin musste sich die 71-Jährige bei der Präsidentschaftswahl vor zwei Jahren Donald Trump geschlagen geben.

Wohl gerade deswegen ging ihr die Nachricht über die Niederlage eines achtjährigen Mädchens bei der Wahl zu Klassensprecherin derart nahe – und sie ließ es sich nicht nehmen, dieser einen aufmunternden Brief zu schreiben.

"Weiß, wie es sich anfühlt"

Wie CNN berichtet, verfasste Clinton ein Schreiben an die Schülerin, in dem sie festhielt, dass sie "nur zu gut" wisse, "wie es ist, sich für eine Position zu bewerben, die nur von Männern angestrebt wird".

"Ich weiß, dass du zwar vielleicht enttäuscht warst, dass du nicht Klassensprecherin geworden bist, aber ich bin so stolz auf dich, dass du dich entschieden hast, überhaupt anzutreten", schrieb Clinton in ihrem Brief an Martha Kennedy Morales, eine Drittklässlerin einer Privatschule im US-Bundesstaat Maryland, zudem.

"Das passiert nicht jeden Tag"

Wie die Washington Post in einem Artikel schreibt, habe Clinton durch ein Facebook-Posting des Vaters des Mädchens von dem Vorfall erfahren. Die Achtjährige sei wiederum "total aufgeregt" gewesen, als sie den Brief Anfang Dezember erhielt, wie sie im Interview mit CNN erklärte. "Es war wirklich berührend zu wissen, dass Hillary Clinton mir höchstpersönlich einen Brief geschickt hat", sagte sie. "Das passiert nicht jeden Tag."

Martha hatte sich entschlossen, für das Amt der Klassensprecherin zu kandidieren, verlor vor zwei Wochen jedoch mit nur einer Stimme gegen einen männlichen Klassenkameraden. Immerhin bekleidet sie nun das Amt der Klassensprecherstellvertreterin. "Es ist enttäuschend, wenn man etwas verliert, für das man wirklich hart gekämpft hat." Dennoch sei sie glücklich zumindest stellvertretende Klassensprecherin zu sein.

Hillary Clinton sparte in ihrem Brief nicht mit ermutigenden Worten: "Das Wichtigste ist, dass du für das gekämpft hast, woran du glaubst, das ist es immer wert." Außerdem beglückwünschte sie das Kind zur Position der Stellvertreterin.

Clintons aufmunternde Worte scheinen gefruchtet zu haben: Martha gibt sich nur für den Moment geschlagen. Sie wolle bei nächster Gelegenheit erneut für das Amt der Klassensprecherin kandidieren, kündigte sie an.