Jeder Dritte findet Österreichs Schulen schlecht

Einer Umfrage zufolge kommen die wirklich wichtigen Inhalte in Österreichs Schulen zu kurz.
Zwei Schülerinnen sitzen an ihren Schreibtischen und machen Hausaufgaben.

Der PISA-Test hat Österreichs Schulen in den vergangenen Jahren schon nicht gerade berauschende Noten ausgestellt - und auch die Österreicher sind vom heimischen Schulsystem nicht sonderlich überzeugt. Nur drei von zehn Befragten sind der Meinung, dass Kinder und Jugendlich in der Schule gut auf das spätere Leben vorbereitet werden. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com unter 500 Österreichern zwischen 14 und 69 Jahren..

36 Prozent schätzen das österreichische Schulsystem schlechter ein als das von anderen Ländern. Und auch die Lehrer werden nicht gerade mit Lorbeeren überschüttet: Mehr als die Hälfte der Befragten (54,3 Prozent) hält Lehrer in Österreich für pädagogisch kompetent. Mehr als ein Drittel hält den Job für überbezahlt und es gebe auch zu viel Freizeit. Dennoch räumen 30 Prozent ein, dass es Lehrer heutzutage schwer haben.

Hauptkritikpunkt: 44 Prozent finden, dass falsche Bildungsinhalte im Unterricht vermittelt werden. Vor allem soziale Kompetenzen kommen zu kurz, finden 63,2 Prozent. Jeder zweite wünscht sich mehr Fokus auf Fremdsprachen und Deutsch.

Neue Mittelschule positiv

Immerhin, Jederzweite erachtet die Neue Mittelschule als eher sinnvoll, nur 13 Prozent sind voll und ganz davon überzeugt. Bei der Frage, ob sie zu mehr Fairness und Chancengleichheit führt, scheiden sich die Geister. 48 Prozent stehen der Neuen Mittelschule kritisch gegenüber.

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