Leben
26.05.2017

Im Kino am Handy gespielt: Mann verklagt Date

Ein 37-jähriger Texaner will es sich nicht gefallen lassen, dass seine Begleiterin mehr Augen für ihr Smartphone hatte als für ihn.

Dass Leute permanent auf ihr Handy starren ist heutzutage eine weltweite Unsitte. Sie ist mittlerweile so weit verbreitet, dass es sogar einen eigenen Begriff für sie gibt. "Phubbing" nennt man es, wenn Menschen ständig an ihrem Handydisplay kleben, wenn sie eigentlich gerade mit anderen Menschen kommunizieren könnten oder sollten. Besonders ärgerlich ist es, wenn man zu einem Rendezvous verabredet ist und das Gegenüber nur Augen für das eigene Smartphone hat.

Genau das soll dem 37-jährigen Brandon Vezmar passiert sein. Der Texaner verabredete sich beim ersten Date mit einer Bekanntschaft aus dem Internet zu einem Kinobesuch. An diesem zeigte die Frau aber recht wenig Interesse, Vezmar berichtete der texanischen Zeitung Statesman, es sei "ein Date aus der Hölle" gewesen. Die Frau habe innerhalb von 15 Minuten zehn bis 20 Mal ihr Handy entsperrt, um Nachrichten zu lesen und zu schreiben. Das hat Vezmar so sehr geärgert, dass er Anzeige gegen die Frau erstattet hat.

Sitzengelassen ohne Rückfahrgelegenheit

Laut Vezmar habe er die Frau mehrmals ermahnt, mit dem Texten aufzuhören. Schließlich forderte er sie dazu auf, den Kinosaal zu verlassen und erst wiederzukommen, wenn sie fertig sei. Tatsächlich verließ die Frau den Kinosaal, kehrte jedoch nicht mehr zurück und brachte Vezmar dadurch in eine unangenehme Situation. Denn er wurde von der Frau mit dem Auto für das Date abgeholt und stand nach der Filmvorführung ohne Rückfahrgelegenheit da.

In dem Bericht des Statesman weist die Betroffene die Vorwürfe zurück. Sie habe vielleicht zwei oder drei Nachrichten geschrieben. Als Vezmar ihr nach dem Date eine Textnachricht schrieb, in der er das Geld für die Kinokarte und das Stück Pizza, auf das er sie eingeladen hatte, zurückforderte, weigerte sie sich. Denn schließlich habe es sich um eine Einladung gehandelt.

"Es geht ums Prinzip"

Mittlerweile hat sich der Vorsitzende der Kinokette bei Vezmar gemeldet und ihm die Erstattung der Kosten in Form einer Freikarte für einen anderen Film angeboten, wenn er die Klage zurückzieht. Das lehnte er jedoch ab, denn er will das Geld unbedingt von der Frau zurück, die ihn im Kino zurückgelassen hat oder von deren Schwester, die inzwischen ebenfalls in den Streit involviert ist. Denn, so Vezmar, es gehe ihm ums Prinzip.

Bislang ist eine Entscheidung des Gerichts ausständig. Dafür hat sich James Gunn, Regisseur von "Guardians oft he Galaxy Vol. 2", dessen Vorführung für das Date geplant war, mittlerweile via Twitter eingeschalten. "Warum bei einer Klage aufhören? Sie verdient das Gefängnis.", twitterte er.