"Hai-Tech" für Rekordschwim­me­rin

Diana Nyad wurde bei Versuch, von Kuba nach Florida zu schwimmen, elektronisch vor Haien geschützt.

Diana Nyad hatte Großes vor. Die 61-jährige US-Amerikanerin wollte den Rekord für die längste Schwimm-Distanz ohne Haikäfig brechen. Geschafft hat sie das, trotz offensichtlich ausgezeichneter Form nicht. Der Rekordversuch wurde abgebrochen. Um nicht von Haien gefressen zu werden, verwendete Nyad einen elektronischen Helfer. Nyad wollte 103 Meilen von Kuba nach Florida schwimmen. Der Rekord beträgt bisher - und weiterhin - 102,5 Meilen. Ihr Wasser-Ausflug hätte ca. drei Tage in Anspruch nehmen sollen. Nach 29 Stunden war das Abenteuer vorbei. Eine starke Strömung trieb Nyad vom Kurs ab. Sie musste schwer erschöpft aufgeben. Auf ihrer Tour wurde Nyad von drei Beibooten und einer 40-köpfigen Crew begleitet. Neben Dehydratation, Krämpfen und Schwellungen... ... ist eine der Hauptgefahren beim Langstrecken-Schwimmen im Meer ein Hai-Angriff. Die Gewässer vor Florida sind ein beliebtes Jagdrevier. Gerät ein Mensch ins Visier, sind zerstörte Surfbretter das geringste Problem. Die Firma Shark Shield will mit ihrem Gerät Haie fernhalten. Das Gerät sendet elektrische Impulse aus, die näher kommenden Haien Kopfschmerzen verursachen. Im Genaueren sprechen Shark-Shield-Geräte, wie dieses, die Lorenzinischen Ampullen an, ein Sinnesorgan, mit dem Haie elektrische Felder aufspüren können. Getragen wird ein Shark Shield etwa als Anhängsel am Fußgelenk. In einem Radius von drei bis sieben Meter sollte das Wasser damit Hai-frei bleiben. Das Shark Shield kann auch an Surfbrettern... ... oder an einem Bootsheck montiert werden. In Diana Nyads Team befanden sich auch vier Hai-Experten, die Patrouillen in der Umgebung durchführen und Haie ablenken sollten.
(KURIER.at / dav) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?