"Fearless Girl"-Statue

© APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY

New York
03/13/2017

Mann deutet sexuellen Übergriff auf Mädchen-Statue an

Eine New Yorkerin hat die Szene beobachtet und sich mit einem Facebook-Posting kritisch zu dieser geäußert.

Seit dem internationalen Weltfrauentag am vergangenen Mittwoch, den 8. März, hat die berühmte Bullenstatue an der New Yorker Wall Street weibliche Gesellschaft bekommen. Und zwar in Form eines kleinen Mädchens aus Bronze, das ein wehendes Kleid und einen Pferdeschwanz trägt, die Hände in die Hüften stützt und dem Bullen direkt in die Augen blickt. Die Statue trägt den Namen "Fearless Girl" (Deutsch: furchtloses Mädchen) und ist ein Zeichen für mehr Frauen in Aufsichtsräten.

Verstörende Szene

Nun verbreitet sich im Internet ein Foto, auf dem ein Mann im Anzug dabei zu sehen ist, wie er sexuelle Gesten gegenüber der Statue andeutet. Die architektonische Designerin Alexis Kaloyanides aus dem New Yorker Stadtteil Queens war zufällig anwesend, weil sie die Statue ansehen wollte. Sie hat die verstörende Szene beobachtet und fotografisch festgehalten. Später postete die 34-Jährige das Bild auf Facebook.

Gegenüber Inside Edition ließ Kaloyanides den Abend Revue passieren: "Es war eine wunderschöne Nacht, es waren ungefähr 15 bis 20 Leute dort. Wir haben uns über die Statue unterhalten und ein kleines Mädchen, in etwa fünf bis sechs Jahre alt, halt stolz mit der Statue für ein Bild posiert, es war einfach ein netter Moment." Dann seien drei junge Männer aufgetaucht, deren Aufmerksamkeit zunächst dem Bullen galt. "Plötzlich hat einer von ihnen begonnen, sich auf eine obszöne Art an der Statue zu reiben, es war total unangemessen."

"Wegen solchen Dummköpfen brauchen wir Feminismus"

Zwar habe der Vorfall nur rund zwanzig Sekunden gedauert, er habe jedoch die Stimmung vor Ort komplett versaut. "Es waren Leute hier, die darüber gesprochen haben, wie man Kinder und Frauen zu mehr Selbstermächtigung motivieren kann und dieser Typ hat nichts Besseres zu tun als die Statue zu besudeln."

Auf Facebook schrieb Kaloyanides zu dem Bild: "Er hat vorgetäuscht, mit dem Bildnis eines kleinen Mädchens Sex zu haben. Weil es Dummköpfe wie ihn gibt, brauchen wir Feminismus." New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio und seine Ehefrau Chirlane McCray haben den Vorfall mittlerweile aufs schärfste verurteilt.

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