© Helmut Fohringer/APA

freizeit Leben, Liebe & Sex
12/05/2011

Experte fordert mehr Datenschutz.

Hans Zeger von der ARGE-Daten: "Derzeitige Diskussionen bereiten ein gewisses Maß an Genugtuung".

Die derzeitigen Diskussionen über Datensicherheit und -missbrauch sieht Zeger mit einem "gewissen Maß an Genugtuung", auch wenn er sich über Verletzungen der Privatsphäre nie freuen könne. Die ARGE Daten weise aber schon lange auf strukturelle Mängel hin, die beseitigt werden müssen. "Offenbar bedarf es des Holzhammers", so Hans Zeger.

Das aktuelle Problem sei, dass es nur darum gehe, den Überbringer der "schlechten Nachricht", nämlich Anonymous, zu bestrafen. Die Datensicherheit, die viele Verwalter nicht im Griff hätten, würde verdrängt. Im Justizministerium wären fast zehn Jahre lang alle Exekutionsdaten gestohlen worden - ohne dass es jemand gemerkt hätte. "Viele Daten sind im Umlauf, ohne dass jemand etwas davon weiß oder ahnt, wie viel wirklicher Schaden damit angerichtet wird. Wir müssen nicht Anonymous finden, sondern diese Lücken schließen", betonte Zeger.

Der Experte sieht außerdem einen Unterschied zwischen der Veröffentlichung persönlicher Daten auf Social Networks und jener von Anonymous. "Was früher der Stammtisch oder der Beserlspark war, sind heute die Social Networks - die Leute schreiben das ganze freiwillig hinein." Anders sieht es mit dem eigenen Steuerakt aus. Hier könne man sich nicht aussuchen, was hineinkommt. "Man kann nicht einfach sagen 'Euch vertrau ich nicht'", sagte Zeger.

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