Entscheidungsprüfung: Jeder 10. Schüler muss jetzt lernen

Nachhilfe-Experte Konrad Zimmermann verrät, wie sich die 100.000 Schüler von fünf auf vier verbessern können.
Schüler arbeiten im Klassenzimmer an Laptops und Büchern.

Laut Gesetz gibt es die Entscheidungsprüfung nicht, aber dieser Tage findet sie trotzdem in allen Schulen statt. "Österreichweit sind etwa 100.000 Schüler betroffen" schätzt LernQuadrat-Gründe Konrad Zimmermann. Die Unglücksraben stehen kurz vor Notenschluss zwischen den Noten Genügend und Nicht Genügend und haben jetzt noch einmal die Chance, ihr Können zu beweisen und so das Schuljahr positiv abzuschließen. Worauf man in der Vorbereitung für diese Prüfung achten sollte, erklärt LernQuadrat-Gründer und Geschäftsführer Konrad Zimmermann.

Mut zur Lücke

Die Zeit ist knapp: Während die letzten regulären Prüfungen, Präsentationen oder Schularbeiten noch anstehen, müssen sich 10 Prozent der Schüler auch noch auf die Entscheidungsprüfung vorbereiten. Strategisches Vorgehen ist hier gefragt. „Schreib dir am Anfang alle Kapitel auf, die du können musst. Hake alle ab, die du schon kannst – das ist meist mehr als die Hälfte. Dann streiche 1 bis 2 Kapitel, jene, wo du – übertrieben formuliert – nicht einmal die Überschrift verstehst“, rät Zimmermann. Die restlichen vier bis sechs Kapitel könne man innerhalb von wenigen Tagen lernen.

Richtig einteilen

Im nächsten Schritt ist es sinnvoll, den Lernstoff in Einheiten zu zerlegen, die innerhalb von 30 Minuten zu schaffen sind. Denn länger als eine halbe Stunde zu lernen ist nicht sinnvoll. Der Kopf braucht zumindest 5 Minuten Pause. Ideal: Raus gehen, frische Luft tanken, sich bewegen und damit den Kreislauf aktivieren, ein Glas Wasser trinken. Dann kommt der nächste Lernblock an die Reihe. Die maximale Lernzeit pro Tag sollte 6 Stunden nicht übersteigen. Besonders wichtig: Ein Drittel der Lernzeit sollte fürs Wiederholen verwendet werden. Damit wird das eben gelernte weiter verfestigt.

Nerven bewahren

„Selbst wenn man das Gefühl hat, dass man die Prüfung nicht schaffen kann, sollte man es versuchen“, so Zimmermann. Es sei zumindest eine Chance und zugleich sende man damit ein positives Signal an den Lehrer. Druck und Angst vor Versagen sind keine gute Lernbegleiter, daher sollte man versuchen, diese Prüfung als Chance zu sehen und nicht als letzten Ausweg.

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