Leben
09.08.2018

Dieser Zick-Zack-Radweg sorgt in Berlin für Verwirrung

In den sozialen Medien gibt es Spott für die bizarre Fahrspur, die laut der Bezirksstadträtin so nicht geplant war.

Zehlendorf ist ein beschaulicher, wohlhabender Stadtteil von Berlin. Ein besonderer Radweg sorgt dort aktuell aber für Wirbel. Der Grund dafür: Der Fahrradweg sieht anders aus, als herkömmliche Fahrspuren für urbane Biker. Nämlich so:

Der Weg, den Radfahrer nur im Zickzack-Kurs befahren können, sorgt naturgemäß für Spott in den sozialen Medien und Verwirrung in der lokalen Bevölkerung.

"Das war so nicht geplant"

Doch warum wurde der Parcours überhaupt derart bizarr auf den Boden gemalt? "Das war so nicht geplant", sagt Bezirksstadträtin Maren Schellenberg. Schellenberg zufolge handle es sich bei dem Fahrweg weder um Aktionskunst, noch um Guerilla-Street-Art. Die seltsame Markierung erfolgte im öffentlichen Auftrag, obwohl in der 30-Zone gar keine Radwege vorhanden sein müssten. Im Grunde sei ein Radweg auf dem schmalen Gehsteig in der Leo-Baeck-Straße auch gar nicht sinnvoll, so Schellenberg.

Wunsch von Volksschule

Der Wunsch danach sei laut der zuständigen Bezirksstadträtin von einer nahegelegenen Volksschule ausgegangen. Auf der Straße dürfe kein Radweg markiert werden, weil es eine 30er-Zone sei. Im Juni seien Elternvertreter der Schweizerhof-Grundschule in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) erschienen und hätten um die Kennzeichnung eines Radwegs auf dem Bürgersteig gegenüber dem Heinrich-Laehr-Park gebeten, damit die Nachwuchs-Radler dort besser geführt werden.

Noch diese Woche soll es nun jedenfalls einen Termin mit der zuständigen Firma geben. "Wir werden uns treffen und besprechen, wie wir das übermalen", kündigte die Bezirksstadträtin an.