Die ungewöhnlichs­ten Urlaubsorte

Internetportale wie Airbnb lassen den Urlaub im Hotel alt aussehen. Vom Tipi bis zur eigenen Insel ist alles dabei.


Wer wollte nicht schon einmal die Nacht in einem klassischen Tipi verbringen oder Herr seiner eigenen Insel sein - wenn auch nur für kurze Zeit. Internetportale wie Airbnb oder wimdu haben einen wahren Trend losgetreten, der Pauschalreisen vergessen lässt und Urlaube wieder erlebenswert macht. Über derartige Portale kann jedermann seine Wohnung Reisenden als Unterkunft anbieten. Dabei finden sich aber nicht nur herkömmliche Wohnungen unter dem Angebot, sondern durchaus einige kuriose Angebote, die wohl jede Reise unvergesslich machen. Das womöglich "kleinste und sicherste Hotelzimmer der Niederlande" findet sich im Hafen der niederländischen Stadt Scheveningen wieder. In einer umgebauten Rettungskapsel darf für 60 Euro pro Nacht auf 9 Quadratmetern übernachtet werden. Für die Langeweile gibt es eine Diskokugel und einen eingebauten DVD-Player - sofern man ihn in der engen Kapsel noch bedienen kann. Wer ein wärmeres Ambiente bevorzugt und von Flugzeugen gar nicht genug bekommen kann ist im 727 Fuselage Home in Costa Rica gut aufgehoben. Diese ehemalige Boeing 727 wurde komplett in ein Hotel umgewandelt. Das Flugzeug befindet sich zwar nur 15 Meter über dem Boden, allerdings soll man auch hier für 292 Euro pro Nacht eine wunderschöne Aussicht auf den umliegenden Nationalpark genießen können. In ähnlicher Höhe befindet sich auch der Hafenkran von Harlingen, der als Hotel umgebaut wurde und nun auf 60 Quadratmetern ausreichend Platz für bis zu zwei Gäste bietet. Der Ausblick auf das Wattenmeer aus 17 Metern Höhe hat allerdings auch seinen Preis: ab 329 Euro pro Nacht darf man hier übernachten. Da können die Gastgeber noch so einen warmen Empfang bereiten: eisig bleibt es im "Romantic Igloo" im slowenischen Krvavec Ski Resort trotzdem. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt darf man für 138 Euro pro Nacht hier übernachten. Perfekt für Wintersportbegeisterte, die eines der beliebtesten Skigebiete Sloweniens direkt vor der Haustüre finden und mit den frostigen Temperaturen keine Probleme haben. Wer keine Angst vor Tieren hat, sollte einen Blick auf das Giraffe Manor in Kenya werfen. Hier muss der Gast für eine Safari nicht einmal das Haus verlassen, die namensgebende Giraffe hat hier keine Scheu vor Menschen und ist ein regelmäßiger Gast auf dem Anwesen - gelegentlich streckt sie sogar den Kopf zum Frühstück herein. Ab 365 Euro pro Nacht wird der Gast hier allerdings von vorne bis hinten bedient und darf ein Fahrzeug für Sightseeing ausborgen. Ein garantiert ruhiges Erlebnis ist allerdings ein Aufenthalt auf Taprobane Island, die einzige Insel auf Sri Lanka, die sich im Privatbesitz befindet. Der romantische Zufluchtsort hat allerdings auch seinen Preis: 731 Euro pro Nacht und man muss zumindest eine Woche auf der Insel buchen. Das sollte aber ausreichen, um diese Insel nie wieder verlassen zu wollen. Für alle Mittelalter-Fans gibt es auch eine Alternative: das luxuriöse Yorkshire Castle. Das Schloss in Großbrittanien war im Jahr 2008 der Gewinner des Wettbewerbs "Britain's Best Home" und hat neben einem Swimming Pool und einem riesigen Wildpark auch noch einen See zu bieten, der verliebten Paaren Beschäftigung gibt. Dafür muss allerdings auch tief in die Brieftasche gegriffen werden: ab 1461 Euro pro Nacht ist man dabei. Eines der ungewöhnlichsten Angebote bietet wohl das Classic VW Campervan Hire an, bei dem man einen voll ausgestatten klassischen VW Bus mieten kann. 15 verschiedene Busse stehen zur Auswahl, für den Campingurlaub im Südwesten von England bereits vorbereitet. Um 172 Euro pro Nacht ist man flexibel unterwegs - muss aber wohl auch auf einiges an Komfort verzichten. Ähnlich flexibel ist man auch mit einem Hausboot im Nordosten von Brandenburg. Wem die Umgebung nicht passt, wirft einfach den Motor an und schippert irgendwo anders hin. Die Ausstattung ist allerdings spärlich und beschränkt sich auf Schlafplätze und Sitzgelegenheiten - ab 75 Euro pro Nacht. Wie Tarzan in einem Baumhaus hausen, das ist in Frankreich möglich. Sechs Meter über dem Boden betritt man angeblich die "Träume seiner Kindheit", der für 130 Euro pro Nacht bis zu zwei Personen inmitten der Natur Platz bietet. Die Niederländer haben doch die ungewöhnlichsten Ideen: auf einer kleinen Insel namens De Kluut darf für 49 Euro pro Nacht in klassisch indianischen Tipis übernachtet werden. Die Auswahl ist allerdings noch größer als man denkt: auch Nomadenzelte aus der Mongolei, sogenannte Jurte, stehen zur Auswahl. Und wem nichts davon zusagt, kann auch mit dem eigenen Zelt anreisen und die unberührte Natur genießen.
(KURIER.at) Erstellt am
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