Die reichsten Männer von Silicon Valley

Das Magazin Forbes hat seine Liste der reichsten US-Amerikaner erneuert. Auch dieses Jahr dominieren IT-Unternehmer.


Milliardäre scheinen in den USA nichts besonderes mehr zu sein. Das wirkt zumindest so, wenn man einen Blick auf die Liste der reichsten Amerikaner wirft, die die Zeitschrift Forbes in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht hat. Denn jeder auf der Liste besitzt zumindest mehr als eine Milliarde US-Dollar. Das Gesamtvermögen aller Mitglieder der berühmten Forbes 400-Liste ergibt mehr als 1500 Milliarden US-Dollar - das entspricht dem Bruttoinlandsprodukt von Kanada. Der KURIER wirft einen Blick auf die reichsten Vertreter der Technologie-Branche. Gerade noch in den Top 10 landet Apple-Gründer Steve Jobs, der erst vor wenigen Wochen als CEO des Technologiekonzerns aus Cupertino zurückgetreten ist. Obwohl er sich lediglich ein symbolisches Jahresgehalt von 1 US-Dollar pro Jahr auszahlen ließ, verfügt er derzeit über knapp 7 Milliarden US-Dollar. Platz 9 nimmt James Goodnight ein. Der 68-Jährige gilt als reichster Mann des amerikanischen Bundesstaates North Carolina und verdiente sein Vermögen mit seiner Softwarefirma SAS, die Businesslösungen anbietet. Sein derzeitiges Vermögen: 7,1 Milliarden US-Dollar. Einer der Köpfe hinter dem Erfolg von Microsoft war neben Bill Gates auch Paul Allen, der 1975 gemeinsam mit seinem Freund das Unternehmen gründete. Bereits 1983 schied Allen aus dem Unternehmen wegen einer Erkrankung aus, allerdings ist er nach wie vor als strategischer Berater tätig. Sein Nettovermögen wird derzeit auf 13,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Auch wenn Apple derzeit das wertvollste Unternehmen ist - Microsoft hat einige seiner Mitarbeiter sehr reich gemacht. So auch Steve Ballmer, den derzeitigen CEO von Microsoft und ehemaligen Studienkollegen von Bill Gates. Der exzentrische Manager sorgte oft durch seine - oftmals unfreiwillig - komischen Auftritte für Aufsehen. Trotzdem wird sein Vermögen auf knapp 13,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Auf Platz 6 findet sich Michael Dell, der Gründer des PC-Herstellers Dell, wieder. Der Texaner gilt als innovationsfreudig und hat sein Unternehmen erfolgreich durch die Wirtschaftskrise geführt. Allein im vergangenen Jahr erwirtschaftete der PC-Hersteller mehr als 61 Milliarden US-Dollar Umsatz - und ist damit trotzdem nur das zweit-erfolgreichste texanische Unternehmen, das nicht in der Ölbranche tätig ist. Michael Dells Vermögen beträgt derzeit 15 Milliarden US-Dollar. Platz 5 teilen sich die beiden Gründer des Suchmaschinenkonzerns Google: Larry Page, der im April die Position des CEO von Eric Schmidt übernahm, und... ...Sergey Brin sollen beide über das selbe Vermögen verfügen. Forbes schätzt beide auf jeweils knapp 16,7 Milliarden US-Dollar und somit zu den reichsten Vertretern von Silicon Valley. Dass sie aber ausgerechnet... ...von Mark Zuckerberg, Gründer und CEO von Facebook und somit Googles schärfster Rivale, überholt wurden, wird wohl nicht spurlos an den beiden vorübergegangen sein. Das soziale Netzwerk mit mehr als 700 Millionen Mitgliedern wird derzeit auf knapp 50 Milliarden US-Dollar geschätzt - da Zuckerberg derzeit aber nur knapp 24 Prozent der Anteile an Facebook hält, schätzt Forbes Zuckerbergs Nettovermögen auf 17,5 Milliarden US-Dollar ein. Auf Platz 3 folgt Jeff Bezos, Gründer und Eigentümer des Onlineversandhauses Amazon mit 19,1 Milliarden US-Dollar. Amazon konnte trotz Kampfpreisen sein Einkommen im vergangenen Jahr auf 1,4 Milliarden US-Dollar steigern und bleibt nach wie vor der größte Onlineversandhändler der Welt. Mit großem Abstand rangiert auf Platz 2 Larry Ellison, der CEO von Oracle, der in letzter Zeit insbesondere durch seinen Rechtsstreit mit Google für Aufsehen sorgt. Das Wall Street Journal bezeichnete ihn als den "bestbezahlten CEO des letzten Jahrzehnts", da er in seiner Funktion bei Oracle insgesamt mehr als 1,84 Milliarden US-Dollar an Gehältern und Bonuszahlungen erhalten hat. Das macht aber nur einen geringen Teil seines Vermögens aus, das insgesamt 33 Milliarden US-Dollar betragen soll und ihn zum drittreichsten Mann der Erde macht. Ein Mann dominiert die Liste bereits seit 18 Jahren nach Belieben: Bill Gates. Seit er 1993 die Topposition von seinem Freund Warren Buffet übernahm, ist der IT-Guru unantastbar. Mit einem Nettovermögen von 59 Milliarden US-Dollar ist er nicht nur der reichste Vertreter der Technologiebranche sondern auch reichster Mann der USA und zweitreichster Mann der Welt - lediglich der mexikanische Unternehmer Carlos Slim Helu kann Gates noch übertreffen.
(KURIER.at) Erstellt am
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