Die legendärsten Motorola-Handys

Google hat sich eine Marke mit Tradition gekauft. Am Mobil-Sektor war Motorola oftmals Vorreiter.

Google hat sich die Mobilfunksparte von Motorola um 12,5 Milliarden Dollar zugelegt, um den Fortbestand des in allerlei Patentkämpfen verstrickten Mobil-Betriebssystems Android zu sichern. Motorola hält zehntausende Patente. Kein Wunder, stammt doch das erste Mobiltelefon überhaupt aus dem Hause Motorola. Martin Cooper (Bild) entwickelte... ... in den 70er-Jahren das Motorola DynaTAC. Mit einem Prototyp führte er 1973 das erste Handy-Telefonat. Zehn Jahre später wurde das DynaTAC 8000x (Bild) für den Markt freigegeben. Es wog 790 Gramm, war 25 Zentimeter hoch und mit einer flexiblen Antenne ausgestattet. Erfinder Martin Cooper wurde Motorola-Vizepräsident, gründete später mehrere eigene Unternehmen und erhielt erst im Juni 2011 einen Webby Award für sein Lebenswerk. In den 90er-Jahren entwickelte Motorola das erste Handy im "Clamshell"-Design, also das erste Klapp-Handy. Das StarTAC kam 1996 auf den Markt und wurde mit nur 88 Gramm Gewicht zum Verkaufsschlager. Das Handymodell verzeichnete auch einige Film-Auftritte und blieb bis in die frühen Nullerjahre populär. Im Jahr 2003 startete Motorola das Modell V70 im futuristischen, bläulichen Design mit drehbarer Tastatur-Verkleidung. Immer noch an der Geräte-Oberseite: Eine Stummel-Antenne. 2005 brachte Motorola das ROKR-E1 heraus, das erste Mobiltelefon mit iTunes-Anbindung. Vorgestellt wurde es von Apple. In Google-Hand wird es wohl noch ein Weilchen bis zur nächsten Kooperation mit Apple dauern. 1998 half Motorola bei der Gründung des Satelliten-Telefon-Netzwerks Iridium, dessen Geräte sich vor allem durch eine massive Antenne und globaler Erreichbarkeit auszeichneten. Der Erfolg blieb allerdings aus. Iridium ging pleite, wurde neu gegründet und wird heute hauptsächlich vom US-Militär genutzt. 2004 erblickte Motorolas RAZR V3 das Licht des Marktes. Das ultradünne Klapp-Handy wurde bald zum hippen Fashion-Accessoire... ... und begründete eine ganze Produktlinie - hier das RAZR V3X -, bis heute Motorolas erfolgreichste. Das Motorola Flip-Out war das wohl gewagteste Handy- Designexperiment der letzten Jahre. Das Android-Smartphone wurde speziell für Jugendliche designt. Wohl auch auf Grund des relativ hohen Preises von rund 300 Euro wurde das Motorola Flip-Out nicht zu dem von den Herstellern erhofften Erfolg. Das Motorola Aura ist die Rolex unter den Mobiltelefonen. Das Gehäuse besteht gänzlich aus Edelstahl und auch sonst finden ausschließlich hochwertige Materialien Verwendung in der Verarbeitung des Luxushandys. Zu Verkaufsstart im Jahr 2008 kostete das Gerät ca. 2000 Euro. Das Modell Back-Flip von Motorola ist ebenso durch  gewagtes Design gekennzeichnet. Auffälligstes Merkmal des Backflips ist die ausklappbare QWERTZ-Tastatur, die durch Zusammenklappen auf die Rückseite des Smartphones geklappt werden kann.
Vor allem auf Grund seiner zugänglichen Social-Media-Apps fand es Anklang bei den Kunden. Auf der CES 2011 sorgte das Motorola Atrix für Aufruhr. Das mit Dual-Core-Prozessor ausgestattete Smartphone dient als Basis für einen eigenen Laptop oder ein Tablet, wenn es mit diesen Geräten verbunden wird.

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(KURIER.at / dav) Erstellt am
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