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Studie & Outing
08/25/2015

Frauen sind drei Mal häufiger bisexuell

Bisexuelle Menschen gelten als Grenzgänger. Eine neue Studie zeigt: Vor allem Frauen wechseln gerne.

Sie ist 16 Jahre jung und weiß sexuell bereits genau, was sie will – nämlich alles. Lily-Rose Depp, 16 Jahre alt, Model und Tochter von Schauspieler Johnny Depp und Vanessa Paradis hat sich als nicht 100 % heterosexuell geoutet. Sie interessiert sich also für Frauen und Männer gleichermaßen.

Mit ihrem Statement möchte sie die „LGBT“-Community unterstützen – für „Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender“. Dafür zeigt sich auch ihr Gesicht her, konkret für die Initiative „Self Evident Truths“, ein Foto-Projekt, bei dem sich Menschen als „sexuell flexibel“ outen. Damit befindet sie sich in prominenter Gesellschaft – Supermodel und Schauspielerin Cara Delevingne hat sich im Rahmen dieses Projekts ebenfalls als nicht klar heterosexuell geoutet. Miley Cyrus und Kristen Stewart sind ebenfalls Männern wie Frauen zugetan.

Frauen sind flexibler

„Sexuell flexibel“ – so heißt das, wenn man sich zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt. Eine aktuelle Studie zeigt: Frauen neigen dreimal mehr dazu als Männer, sie sind „anpassungsfähiger“. Die Erkenntnisse basieren auf der sehr umfassenden „National Longitudinal Study of Adolescent to Adult Health“, in deren Rahmen 5018 Frauen und 4191 Männer von der Pubertät bis zum jungen Erwachsenenalter begleitet wurden. Studienleiterin Elizabeth Aura McClintock von der Uni Notre Dame fand dabei heraus, dass Männer häufiger eine klare Vorstellung ihrer sexuellen Identität haben. Sie sind entweder zu 100 Prozent hetero- oder zu 100 Prozent homosexuell. Frauen hingegen berichten vermehrt davon, im Laufe ihrer sexuellen Laufbahn die Orientierung zu switchen.

Fantasien

Doch nicht alle Frauen setzen ihre bisexuelle Vorliebe in die Praxis um - wenn sie am Partnermarkt attraktive Männer finden, bleiben sie eher in heterosexuellen Partnerschaften und wagen keine Experimente, obwohl sie sich innerlich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen. Schon im Jahre 1948 hat sich der Kinsey-Report mit dem Phänomen beschäftigt, der Schluss: 46 Prozent der Menschen hätten bisexuelle Tendenzen, und wenn’s nur im Kopf ist. Tatsächlich sind gleichgeschlechtliche Fantasien sehr häufig – Männer äußern sich dazu noch ungern, Frauen spielen offener mit dem Thema.

Rein biologisch ist bei jedem Menschen eine Art Bisexualität vorhanden. Bis zum Ende des 3. Schwangerschaftsmonats ist der Embryo sowohl weiblich als männlich, dann kommt es zu einer Differenzierung.

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