Amazon Kindle Fire und seine Konkurrenz

Neues Amazon-Tablet stürmt mit Kampfpreis das Flunder-Segment. Vergleich mit Mitbewerbern in Bildern.

Amazon bringt mit dem Kindle Fire ein eigenes vollwertiges Tablet auf den Markt. Der Online-Händler hatte zuvor ein umfassendes Netzwerk an Angeboten auf die Beine gestellt. Nun sollen Kunden alles aus einer Hand erhalten: Tablet, Apps, Spiele, Musik, Filme, E-Books, Magazine usw.. Doch wie schneidet das Kindle Fire gegenüber der Konkurrenz ab? Das Kindle Fire besitzt ein 7 Zoll großes Touchscreen, enthält einen 1 GHz Dual-Core-Prozessor, 512 MB RAM, 8 GB Speicher und Android 2.3 als Betriebssystem. Das Gerät ist mit WLAN ausgestattet, eine 3G-Version gibt es nicht. Beim Browsen wird Rechenleistung an Amazons Server ausgelagert. Bestechen soll vor allem der Preis von 199 Dollar (umgerechnet 149 Euro). Neben dem Kindle Fire bringt Amazon zudem einen neuen E-Reader, den Kindle Touch. Den knopflosen Kindle Touch mit E-Ink-Displaygibt es in WLAN- (99 Dollar) oder WLAN-und-3G-Variante (149 Dollar). Auch der klassische Kindle bekommt ein Facelift. Er ist so klein und leicht wie noch nie - und vor allem so billig wie noch nie: Für 79 Dollar erhält man ein Gerät mit WLAN-Verbindung. Kindle Fire, Kindle Touch und Kindle (Klassik) werden mit kleinen Preisschildern, geringem Gewicht und kompakten Ausmaßen für die Hosentasche ins Mobilgeräte-Rennen geschickt. In puncto Leistung, Speicherumfang, Verbindungsmöglichkeiten und Zusatzausstattung (etwa Kameras) können einige Konkurrenzprodukte allerdings mehr bieten: Den Ton im Tablet-Segment gibt Apple an. Sein iPad 2 besitzt ein 9,7 Zoll Display, enthält einen 1 GHz Dual-Core-Prozessor, je nach Modell 16 bis 64 GB Speicher, zwei (nicht besonders leistungsstarke) Kameras. Betriebssystem ist das hausinterne iOS. Die Versionen mit WLAN sind ab 479 Euro zu haben, mit 3G beginnt die Palette bei 599 Euro. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 (re.) ist wohl der größte Konkurrent des iPad 2 (li.). Nicht umsonst wird es von Apple scharf attackiert und ist in Deutschland mit einer einstweiligen Verfügung belegt. Die Eckdaten: 1 GHz Dual-Core-Prozessor, 10,1 Zoll Display, Android Honeycomb Betriebssystem. Preise für WLAN-Versionen beginnen bei 469 Euro, mit 3G bei 549 Euro. Das Blackberry Playbook besitzt ein 7 Zoll Display, einen 1 GHz Dual-Core-Prozessor, 16 bis 64 GB Speicher, 5 (hinten) und 3 (vorne) Megapixel Kameras. Betriebssystem ist das Blackberry OS. Die Preise für das Playbook beginnen bei 410 Euro (nur WLAN), eine deutliche Preissenkung wurde jedoch erst kürzlich von Hersteller RIM in Aussicht gestellt. Das Motorola Xoom hat ein 10,1 Zoll Display, einen 1 GHz Dual-Core-Prozessor, 1 GB RAM, 32 GB Speicher, 5 und 2 Megapixel Kameras. Betriebssystem ist Android. Die WLAN-Version gibt es ab 420 Euro, mit 3G kostet das Gerät ab 480 Euro. Das HP TouchPad ist mit 9,7 Zoll Display, 1,2 GHz Dual-Core-Prozessor, 16 oder 32 GB Speicher und webOS-Betriebssystem ausgestattet. Nachdem HP seinen Ausstieg aus dem Tablet-Markt angekündigt und den Preis radikal reduziert hatte, verkauften sich TouchPads wie warme Semmeln. Momentan liegen die Preise wieder auf über 500 Euro. Das Sony Tablet S hat ein 9,4 Zoll Display, 1 GHz Dual-Core-Prozessor, 16 oder 32 GB Speicher, 5 Megapixel und VGA-Kameras und Android als Betriebssystem. Die Preise beginnen bei 520 Euro. Sonys Tablet P ist ein aufklappbares Gerät mit zwei 5,5 Zoll Displays, 1 GHz Dual-Core-Prozessor, 4 GB Speicher, 5 Megapixel und VGA-Cam und Android-Betriebssystem. Der Preis: 599 Euro. Das HTC Flyer (li. und re.) ist ein 7 Zoll Tablet mit 1,5 GHz Single-Core-Prozessor, 1 GB RAM, 16 oder 32 GB Speicher, 5 und 1,3 Megapixel Kameras und Android-Betriebssystem. Preise beginnen bei 389 Euro. Das Lenovo IdeaPad  hat ein 10,1 Zoll Display, 1 GHz Dual-Core-Prozessor, 16 oder 32 GB Speicher, 5 und 2 Megapixel Kameras und Android Betriebssystem. Die billigste Variante kommt auf 399 Euro. Das Asus Eee Pad Transformer ist ein 10,1 Zoll Tablet mit 1 GHz Dual-Core-Prozessor, 16 oder 32 GB Speicher, 5 und 1,2 Megapixel Kameras und Android-Betriebssystem. Das Gerät ist ebenfalls ab 399 Euro zu haben. Die Besonderheit der Tablets der Iconia W Serie von Acer ist die Möglichkeit, das Tab mit einer Tastatur zu verbinden. Angetrieben werden die Tablets von einem AMD DualCore-Prozesor. Die Acer Tab W Serie verfügt über das Betriebssystem Windows 7 und ein 10.1-Zoll Display. Dem Nutzer stehen außerdem ein 2GB-Arbeitsspeicher und 32 GB Speicherplatz auf einem Flashspeicher zur Verfügung. Die Iconia W-Serie kostet zwischen 500 und 650 Euro, je nachdem, ob man ein Gerät mit Keydock und/oder UMTS haben möchte, oder ganz darauf verzichten kann. Das ThinkPad von Lenovo läuft mit einem 1 GHz-Dual Core Tegra 2 Prozessor und bietet bis zu 64 GB Speicherplatz. Das 10.1-Zoll-Multitouch-Display unterstützt außerdem die Eingabe mittels Digitalisierstift.  Das Tablet wird mit Android in der Version 3.1 ausgeliefert.
Die Modelle kosten zwischen 480 und knapp 680 Euro. Das LifeTab von Medion bietet einen 1 GHz-Dual-Core Prozessor und ein 10-Zoll-Display. Betrieben wird das Tablet mit Android 3.2. Der 32GB-Speicher kann per microSD-Karte um bis zu 32GB erweitert werden. Medions Tablet soll bei vollem Akku für bis zu zehn Stunden betriebsbereit sein - außergewöhnlich lange.

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(KURIER.at / dav) Erstellt am
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