Alarmierend: Nur eine Fingerfarbe unbedenklich

14 Fingerfarben getestet: Konsumentenschützer decken Chemie-Cocktail in Kinder-Malfarben auf.
Zwei Kinder zeigen ihre mit blauer, gelber und roter Farbe bemalten Hände.

Mit Fingerfarben können sich schon die ganz Kleinen kreativ austoben. Laut einem Test des Magazins Konsument stecken in vielen der bunten Töpfe bedenkliche Schadstoffe. Von 14 untersuchten Erzeugnissen sei nur eines empfehlenswert – mit 14,30 Euro pro Mal-Set ist es gleichzeitig auch das teuerste. Das Fingerfarben A-Set des Anbieters ÖkoNorm Nawaro ergatterte die Bestnote.

Auch die Hersteller der 13 kritisierten Produkte halten zwar den gesetzlich vorgegebenen Rahmen ein. In keinem Erzeugnis fanden sich unerlaubte Mittel, auch Grenzwertüberschreitungen wurden nicht gemessen. Den Konsumentenschützern reicht das aber nicht. "Besonders in dieser Produktsparte erwarten wir, dass die Hersteller auf den Einsatz von problematischen Stoffen verzichten."

Warum Konservierungsmittel?

Fingerfarben bilden einen guten Nährboden für Keime: Der Einsatz von Konservierungsmitteln ist daher nötig, damit auch bei längerer Lagerung keine Schimmelpilze oder Bakterien entstehen. Vom Kauf der 13 anderen Fingerfarben wurde wegen der eingesetzten Konservierungsmittel abgeraten. "Teilweise enthalten die Produkte einen ganzen Cocktail verschiedenster zweifelhafter Verbindungen." Formaldehyd steckte demnach in zwölf Produkten, außer dem Testsieger war nur die Marke Marabu frei davon. "Die Verwendung von Formaldehyd und seinen Abspaltern ist problematisch, da Formaldehyd bei Hautkontakt als Allergen wirken und eingeatmet Krebs erzeugen kann. Der Einsatz ist für uns daher nicht akzeptabel", stellten die Tester fest.

"Als starkes Kontaktallergen in Verruf" sei die Verbindung Methylisothiazolinon (bzw. Chlormethylisothiazolinon), die in sechs Produkten steckte. Ab November 2017 gelten für diesen Stoff niedrigere Grenzwerte, die Proben lagen über diesen zukünftig geltenden Werten.

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