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"Fast & Furious"-Star
12/05/2013

Zwei Filme mit Paul Walker werden posthum veröffentlicht

Die Filme "Hours" und "Brick Mansions" werden nach dem Unfalltod des Hollywoodstars zu sehen sein. Wie es mit der "Fast & Furious"-Reihe weitergeht, ist hingegen noch unklar.

Zwei bereits abgedrehte Filme mit Paul Walker sollen posthum in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Mitte Dezember werde der mit einem sehr geringen Budget entstandene Streifen "Hours" im Internet zu sehen sein, und Anfang des kommenden Jahres solle das Drama "Brick Mansions" in die US-Kinos kommen, berichtete die New York Times.

Walker war am Samstag im Alter von 40 Jahren bei einem schweren Unfall mit einem Sportwagen ums Leben gekommen. Gerade "Hours" habe ihm sehr am Herzen gelegen, sagte Produzent Peter Safran. "Paul war so stolz auf seine Leistung, er sah damit ein neues Kapitel in seiner Schauspielkarriere aufgeschlagen, in dem er wirklich als Schauspieler gesehen wird und nicht nur als Action-Star. Deswegen glauben wir, dass er gewollt hätte, dass der Film herauskommt." In "Hours" geht es um einen Vater, der nach einem verheerenden Wirbelsturm um das Leben seiner Tochter kämpft.

Was mit dem siebenten Teil der Erfolgsreihe "Fast & Furious" passiert, in dem Walker eine Hauptrolle spielte und der noch nicht abgedreht ist, war dem Bericht zufolge dagegen weiter unklar.

Walker starb an Verletzungen und Verbrennungen

Die genaue Todesursache des Hollywood-Stars ist mittlerweile festgestellt worden. Walker sei bei seinem Crash an Verletzungen und Verbrennungen gestorben. Das habe die Autopsie ergeben, berichteten US-Medien am Mittwoch unter Berufung auf das gerichtsmedizinische Institut in Los Angeles.

Walker und der ebenfalls ums Leben gekommene andere Mann im Auto, der gefahren sein soll, seien anhand ihrer Zähne inzwischen eindeutig identifiziert worden. Die Ergebnisse der Drogen- und Alkoholtests könnten noch mehrere Woche auf sich warten lassen.

Walker und sein Fahrer waren am Samstag mit einem Sportwagen nördlich von Los Angeles gegen ein Straßenschild gekracht. Das Auto ging in Flammen auf, und beide Männer starben noch an der Unfallstelle.

Die Polizei sucht weiter nach der Ursache für den Crash. Laut ersten Erkenntnissen sei außer dem Sportwagen, in dem Walker und ein anderer Mann gesessen hatten, kein anderes Auto beteiligt gewesen, teilte die Polizei in Los Angeles am Dienstag mit. Spekulationen über ein illegales Autorennen wurden zurückgewiesen. Dafür gebe es keine Anhaltspunkte.

Wahrscheinlich sei der Sportwagen zu schnell unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. An der Unglücksstelle in Santa Clarita nördlich von Los Angeles seien 70 Kilometer pro Stunde erlaubt. Mit welchem Tempo der Unglückswagen fuhr, war zunächst nicht klar. Pläne für eine Gedenkfeier gebe es zunächst noch nicht.

Paul Walker: Autonarr mit großem Herz

Es geht darum, etwas Bleibendes zu hinterlassen

Paul Walker über den Reiz von „The Fast & The Furious“ . . .

"Diese Rolle wurde für mich geschrieben. Es hieß von Anfang an: Paul, komm und spiel einfach dich selbst. Sicher hat man die Charaktere dann noch etwas entwickelt, aber im Grunde geht's mir immer auch um die technische Herausforderung.

"Ich bringe gerne meinen persönlichen, sportlichen Lifestyle ein. Ich bin ein Suchender, fahre Rennen, seit ich ein kleiner Junge bin, außerdem steh' ich auf Martial Arts. Das ist für mich wie der Job meiner Träume."

"Die sportliche Herausforderung bei solchen Filmen reizt mich besonders. Ich meine, wir machen hier nicht 'Schindler's Liste'."

"Das einzige, das für mich enttäuschend ist: Mein Körper schmerzt mittlerweile nach gewissen Aktionen. Aber so ist es eben ..."

Über die Stunts in Actionfilmen . . .

"Es macht mich jedesmal krank, wenn Schauspieler sagen, sie machen alle ihre Stunts selbst. Die Wahrheit ist: die meisten sind unkoordiniert. Sie sind ja keine Athleten, sie sind Künstler. Und natürlich setzt man mich nicht in ein Auto, das gegen einen Zug kracht."

Über seine Renn-Leidenschaft . . .

"Ich bin ein Porsche Afficionado."

"Ich habe eine Firma mit dem Namen AE Performance, wir produzieren High Performance Teile für Rennwägen Ich fahre in verschiedenen Serien Rennen, etwa in der „Redline Time Attack“. Ich habe den schnellsten BMW M3 in Nordamerika."

Über die Autos in „Fast & The Furious“ . . .

"Wir haben einen guten Mix aus alten und neuen Autos. Dominic Toretto (Vin Diesel, Anm.) mag halt die klassischen Muscle Cars. Aber um ehrlich zu sein, diese Autos sind nur für ein straightes Leben geeignet. Im zweiten Jahr kannst du sie hergeben, die sind zum Vergessen. Aber das ist eben Movie Magic."

Über Vin Diesel . . .

"Ich liebe es, mit Vin zu arbeiten. Er ist wie ein Bruder für mich. Brüder sehen einander gern, aber manchmal macht er mich verrückt. Es kann sein, dass er mich ansieht, als ob er mir den Hals umdrehen will. Wir müssen das nicht verstecken. Fünf Minuten später ist alles wieder in Ordnung. Wenn man die fragilen Egos bedenkt, und alle Besonderheiten, die Schauspieler haben, dann haben wir es uns wirklich redlich verdient, so lange ein Team zu sein."

Im Spaß über Vin Diesels Fahrkünste . . .

"Vor 'The Fast & The Furious' konnte der Typ nicht einmal mit einer Handschaltung umgehen. Er hat ja beim Rennfahren noch immer seinen Arm hinausgelehnt. Das ist eben Dominic Toretto, diese Figur ist "larger than Life". Keiner könnte die Figur besser spielen als Vin."

Über die neue Generation von Actionstars . . .

"Ich denke, der Actionstar von heute ist anders, als der aus den Achtzigern. Leute wollen jetzt mehr reale Charaktere sehen. Davor waren die Helden eher wie Cartoon-Figuren, Karikaturen, die größer als Leben sind."

Über das Erfolgsrezept von „The Fast And The Furious“ . . .

"Wenn das Rezept einfach „schnelle Autos, coole Typen und schöne Frauen“ wäre, gäbe es viel mehr solche Filmserien. Da spielt auch Glück mit, dass das über zehn Jahre erfolgreich ist. Es gibt keine perfekte Erfolgsformel."

"Was mir am meisten daran gefällt: Ich kann zehn Jahre lang Teil eines Projekts sein, das den Leuten wirklich gefällt. Jeder möchte ja, dass er in seinem Leben etwas gemacht hat, das bleibt, das Menschen Freude bereitet hat. Ich bin jetzt zwar nicht so vermessen, das mit Michelangelo zu vergleichen. Aber es geht schon darum, etwas Bleibendes zu hinterlassen."

Ich habe einen Freund verloren

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