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Arbeit und Struktur
08/29/2013

Wolfgang Herrndorfs Blog erscheint als Buch

Das Internet-Tagebuch des verstorbenen Autors soll veröffentlicht werden. Ein Datum steht noch nicht fest.

Wolfgang Herrndorf hat sich am Montag, den 26. August 2013 gegen 23.15 Uhr am Ufer des Hohenzollernkanals erschossen.

So endet der Blog "Arbeit und Struktur", den der deutsche Schriftsteller Wolfgang Herrndorf ins Leben ruft, nachdem bei ihm ein bösartiger Gehirntumor diagnostiziert wurde. Er schreibt von seinem Leben mit dem Tod, wie er versucht mit seiner Krankheit fertig zu werden, von Wut, Verzweiflung, Angst und Überlebenskampf.

Angesichts der Tatsache, dass morgen mit geringer (Ansicht des Arztes) bis mittlerer (Statistik, meine Ansicht) Wahrscheinlichkeit mein Todesurteil aus dem Faxgerät kommt, bin ich ganz gelassen. Schlafe ohne Probleme und ohne Hilfsmittel. Vielleicht mache ich mir unzulässige Hoffnungen. Oder ich bin wirklich über diesen Quatsch mit dem Sterben hinweg.

Herrndorfs Einträge sind mal zynisch, dann wieder bitter-komisch und erschütternd zugleich. Der Rowohlt Verlag teilte am Mittwoch mit, dass die Einträge nun als Buch erscheinen sollen. Dies soll auch der Wunsch des Autors gewesen sein. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.

Wolfgang Herrndorf studierte Malerei in Nürnberg und kam über Umwege zur Literatur. Sein Jugendroman "Tschick" aus dem Jahr 2010 stand über ein Jahr auf der deutschen Bestsellerliste. Der Roman "Sand" wurde im Jahr darauf mit dem Preis der Leiziger Buchmesse ausgezeichnet.

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