APA13504634 - 02072013 - MÖRBISCH - ÖSTERREICH: Ingrid Habermann als Gräfin Palmatica am Montag, 01. Juli 2013, während der Fotoprobe von "Der Bettelstudent" auf der Seebühne in Mörbisch. Die Produktion der "Seefestspiele Mörbisch 2013" hat am 11. Juli Premiere. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH

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Burgenland-Festivals
08/26/2013

Weniger Besucher am Neusiedler See

Bilanz: Mörbisch und St. Margarethen beklagen allgemeine Wirtschaftslage.

Am Bodensee hatte man heuer Rekordzahlen vermeldet: 259.425 Besucher kamen zu den 80 Veranstaltungen der Bregenzer Festspiele. Am meisten freilich zu Mozarts „Zauberflöte“, die anstelle des ursprünglich von Intendant David Pountney geplanten „Showboat“ gespielt wurde, nämlich 202.663 Gäste. Nur das Musical „West Side Story“ hatte noch mehr Menschen angezogen.

Am Neusiedler See hingegen waren die Zahlen heuer enttäuschend: 119.700 Besucher sahen in der ersten Saison von Intendantin Dagmar Schellenberger den „Bettelstudent“ von Carl Millöcker. Insgesamt gab es 27 Aufführungen, zwei mussten wegen Schlechtwetters abgesagt werden. Im Vorjahr, als noch Harald Serafin Leiter der Seefestspiele war, waren 139.000 Gäste nach Mörbisch gekommen.

Die burgenländischen Festspiele führen diesen Besucherrückgang auf die allgemeine Wirtschaftslage zurück. Mörbisch lebe vom Ausflugspublikum, sagte eine Sprecherin von Mörbisch. Man habe nicht jene Besucher, die wie etwa in Salzburg 250 Euro pro Nacht und Zimmer ausgeben.

Beim nur wenige Kilometer entfernten zweiten burgenländischen Großfestival, in St. Margarethen, sahen heuer 115.000 Besucher die Puccini-Oper „La Bohème“, inszeniert von Robert Dornhelm. Das sind 2000 weniger Gäste, als im Vorjahr zu „Carmen“ in den Römersteinbruch gekommen waren. Allerdings wurde die Zahl der Aufführungen von 31 auf 24 reduziert.

Höhere Auslastung

Rein rechnerisch hat die Auslastung in St. Margarethen also zugelegt, von 78 auf 80 Prozent.

Eine Sprecherin dieses Festivals betonte aber auch, dass man die Wirtschaftskrise merke. Karten zu einem geringeren Preis seien schwerer loszubekommen gewesen als die teureren, heißt es. Bei den Gästen, die mit Bussen anreisen, gebe es auch einen Rückgang.

Die zwölf Vorstellungen des Kindermusicals „Pippi Langstrumpf“ und das Konzert von Carlos Santana waren zu 100 Prozent ausgelastet. In St. Margarethen wird im kommenden Jahr Giuseppe Verdis „Aida“ gespielt – ein ideales Stück für diese Open-Air-Bühne.

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