Volksopernchef Meyer freut sich über gute Auslastung: Bis Ende März betrug sie in dieser Saison 83,76 Prozent (1,5 % mehr als zuletzt)

© APA/HERBERT NEUBAUER

Volksoper 2014/15
04/10/2014

Zauberer von Oz und Gürtel

Direktor Robert Meyer spielt Musical und holt Rolando Villazón als Regisseur.

von Gert Korentschnig

Musikliebhaber in Wien hatten das Gerücht bereits vernommen, gestern gab es die Bestätigung durch Volksoperndirektor Robert Meyer: Der gefeierte Rolando Villazón, zuletzt mit einem Mozart-Abend im Konzerthaus erfolgreich, wird erstmals in Wien Regie führen. Er inszeniert an der Volksoper Gaetano Donizettis Oper "Viva la Mamma", gesungen wird am Gürtel auf deutsch. Die Premiere findet am 17. Jänner 2015 statt. Dirigentin ist Kristiina Poska aus Estland.

Es ist nicht die erste Regie des sympathischen, humorbegabten Mexikaners mit österreichischen Wurzeln. In Lyon hatte er Massenets "Werther" erfolgreich auf die Bühne gebracht. Über die Entertainerqualitäten des Sängers sagt Volksopernchef Meyer: "Schon das Konzeptionsgespräch mit ihm war ein Abend, den wir verkaufen hätten können." Im Gespräch (u. a. mit Christoph Wagner-Trenkwitz) wird Villazón kommende Saison auch auf der Bühne des Hauses zu erleben sein.

Neben diesem Coup, der Meyer mit dem Engagement von Villazón gelungen ist, gibt es auch eine bemerkenswerte österreichische Erstaufführung, und zwar von Friedrich Cerhas "Onkel Präsident". Alfred Eschwé steht am Pult (11. 10. 2014). Diese musikalische Farce war im Juni 2013 von Joseph E. Köpplinger in München herausgebracht worden. Die dritte Opernpremiere: Mozarts "Così fan tutte", dirigiert von Julia Jones, inszeniert von Bruno Klimek (15. 5. 2015).

Dazu gibt es in der achten Spielzeit unter der Leitung von Robert Meyer drei neue Ballett-Abende ("Mozart à 2"/"Don Juan", "Giselle Rouge" und "Junge Talente des Wiener Staatsballetts II"). Eine Operettenpremiere: Offenbachs "Pariser Leben". Sowie eine neue Musical-Produktion: Harold Arlens "Der Zauberer von Oz". Meyer selbst wird freilich die Titelrolle spielen, das Werk erstmals am Gürtel zu hören sein.

Wie bei allen Programmpräsentationen ging es auch in der Volksoper ums Geld. Das Budget für 2014/’15, sagte Geschäftsführer Christoph Ladstätter zur apa, werde bis Juni beschlossen werden. "Wir planen so, als würden wir den Betrag, den wir jetzt erhalten, bis 2016/’17 bekommen." Wie die beschlossene Erhöhung der Basisabgeltung um 4,5 Millionen Euro unter Burg, Staats- und Volksoper aufgeteilt werde, steht noch nicht fest.

Schwarze Null

In der Saison 2012/’13 hat die Volksoper 8,49 Millionen mit Karten eingenommen, wie ebenfalls gestern bekannt wurde. Das entspricht einer Eigenfinanzierung von 21 Prozent. Die Auslastung betrug 82,3 Prozent.

Ladstätter: "Wir haben das Bilanzergebnis mit einer schwarzen Null erreicht. Wir haben aber einen Zuschuss von 400.000 Euro, der uns garantiert war, nicht abgerufen, haben also besser gewirtschaftet als vorgesehen war." Zur Erreichung dieses Ergebnisses sei aber die Auflösung aller Rücklagen notwendig gewesen.

Alle Premieren

Komponist

Stück

Premierendatum

Friedrich Cerha:

"Onkel Präsident"

Oper

11. Oktober 2014

Malandain/Mozart/Gluck:

"Mozart à 2"/"Don Juan"

Ballett

16. November 2014

Harold Arlen:

"Der Zauberer von Oz"

Musical

6. Dezember 2014

Gaetano Donizetti:

"Viva la Mamma"

Oper

17. Jänner 2015

Jacques Offenbach:

"Pariser Leben"

Operette

21. Februar 2015

Eifman/Tschaikowski/Schnittke:

"Giselle Rouge"

Ballett

12. April 2015

Wolfgang Amadeus Mozart:

"Così fan tutte"

Oper

15. Mai 2015

Junge Talente des Wiener Staatsballetts II

Ballett

2. Juni 2015

Die Wiederaufnahmen der Volksoper Wien in der Saison 2014/15 laut Unterlagen zu der heutigen Spielplan-Pressekonferenz:

Jerry Herman:

"Hello, Dolly!"

Musical

19. März 2015

Giacomo Puccini:

"La Bohème"

Oper

23. April 2015

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