Vereinigte Bühnen Wien sparen: Personal- und Programmreduktion

Geschäftsführer Franz Patay nahm zu den Maßnahmen Stellung. Spielstätte Kammeroper: „Pausierung“ auf unbestimmte Zeit
46-223797906

Die Subventionen für die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) stiegen in den letzten Jahren auf 56 Millionen Euro, doch für 2026 wurden ihnen von der Stadt nur 51 Millionen zugestanden. Dies hatte Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen zur Folge. Geschäftsführer Franz Patay verweigerte lang Auskünfte (etwa über die erfolgte Anmeldung von Kündigungen beim AMS-Frühwarnsystem). 

Doch am Donnerstag nahm er in einer Pressekonferenz Stellung: Bei den „Sachkosten“ hätten zwei Millionen Euro eingespart werden können – indem z. B. das Fremdpersonal reduziert worden sei, u. a. gibt es keine Nachtportiere mehr. Um zwei weitere Millionen wurden die Personalkosten gesenkt: 20 Angestellte haben den Konzern verlassen, auf Nachbesetzungen wird zum Teil verzichtet. Der „aktive Personalabbau“ sei damit beendet.

Einnahmen über Plan

Weitere drei Millionen Euro erspart man sich pro Jahr dadurch, dass man ab dem Sommer die Kammeroper nicht mehr bespielt. Patay spricht von einer „Pausierung“, ohne zu sagen, wann diese enden werde. Er verweigert auch Auskünfte darüber, welche Beträge dem Musical (im Ronacher und Raimund Theater) beziehungsweise der Oper (im MusikTheater an der Wien) zur Verfügung stehen.

Bekanntlich musste Stefan Herheim die Zahl der Opernpremieren reduzieren (sein Programm gibt er am 15. April bekannt), und Christian Struppeck muss die Musicals länger spielen. Erleichtert zeigte sich Patay darüber, dass die Einnahmen heuer zwei Millionen über dem Budgetansatz liegen würden.

Er hofft auf 51 Millionen Subvention auch 2027. Offen ist, ob er dann noch verantwortlich sein wird. Denn Patays Vertrag läuft Ende Oktober aus. Der Job wurde noch nicht ausgeschrieben.

Kommentare