Nadine sang Österreich souverän ins Finale

Österreich hat dank Beilers Stimmgewalt einen der besten Auftritte des zweiten Semifinales hingelegt.

Österreich ist nach sechs Jahren wieder im Finale des Eurovision Song Contests. Als undankbare Zweite von 19 Teilnehmern musste Nadine Beiler mit ihrer Ballade "The Secret is Love" im Halbfinale auf die Bühne. ... Die kleine Tirolerin wirkte auf der riesigen Bühne dank guter Bühnenbeleuchtung und Visuals, auf der schwebende Kristalle zu sehen waren, nicht allzu verloren. Beiler gab sich im kleinen Schwarzen stimmgewaltig wie immer und stellte viele andere Konkurrenten in den Schatten. Während ihrer Performance gab es bereits immer wieder begeisterte Jubelschreie aus dem Publikum. Die Starmania-Gewinnerin von 2007 absolvierte einen souveränen Auftritt und bescherte dem ORF ein Quotenhoch. 730.000 sahen die Entscheidung des zweiten Halbfinales. Jetzt wird es am 14. Mai noch einmal richtig spannend. Nadine startet im Finale als 18te.

Alle restlichen Teilnehmer des Halbfinales ... Altmeister Dino Merlin eröffnete das Halbfinale mit dem Song "Love in Rewind", den er für Bosnien und Herzegowina singt. Schon 1999 trat er für sein Land beim Contest an. Seine schwungvolle Nummer spielte mit Balkanzitaten und erinnerte teilweise an eine Zirkusnummer. WEITER Für die Niederlande sang 3JS ebenfalls eine schnelle, melodische Nummer. Wenn schon nicht der Song, der weiße "Mafia-Anzug" des Sängers bleibt auf jeden Fall in Erinnerung. OUT Belgien versuchte mit einem A-Capella-Song zu punkten, der jedoch bereits nach einer Minute begann zu nerven. OUT Hübsche Zwillinge vertraten die Slowakei mit einer etwas durchschnittlichen Ballade. Alle Töne trafen die zwei aufgebrezelten Blondinen nicht. OUT Engelsgleich schritt die Ukraine zum Song Contest. Mit ihrer mädchenhaften Art und ihrem märchenhaften Kleid konnte Mika Newton zwar verzücken, ganz so gut wie Beilers Auftritt kam ihre Performance beim Publikum aber nicht an. WEITER Moldawien glich einem Zwergenstaat. Die Band Zdobi Zdub tanzte mit Spitzhüten zu ihrem chilligen Song "So Lucky" und sorgte für gute Stimmung. WEITER Eric Saade lieferte für Schweden eine Discoscheibe ab, die den 90ern entsprungen schien. Dennoch hat er es ins Finale geschafft. WEITER Zypern startete mit dem düsteren Lied "San Aggelos S'Agapisa" ("Ich liebte dich wie einen Engel") von Christos Mylordos. OUT Die Astrophysikerin Poli Genova sang für Bulgarien "Na Inat", der ein Mix aus Roxette-, Pink- und Gianna Nannini-Song war. Eingängige Nummer, trotzdem OUT Mazedonien bot mit dem Song "Rusinka" eine rockige Partyhymne. Die englisch-mazedonische Sprachmischung von Vlatko Ilievski kam gut an. Ein großes Stimmtalent ist Ilievski aber keines. OUT Wie eine Schlange sah die iraelische Vertreterin in ihrem grün-gemusterten Kleid aus. Oder der israelische Vertreter? Die transsexuelle Dana International sang "Ding Dong" für Israel und gewann bereits 1998 einmal den Song Contest. 2011 hieß es aber schon im Halbfinale: OUT Etwas eintönig aber durchaus stimmgewaltig gestaltete sich der Auftritt von Christina Aguilera-Lookalike Maja Keuc für Slowenien. Stimmlich die größte Konkurrenz für Nadine Beiler. WEITER Rumänien hatte einen sympathischen und eingängigen Beitrag am Start. Hotel FM sang die "Feel-Good-Nummer" "Change" und überzeugte. WEITER Mit 17 Jahren ist sie die jüngste Kandidatin beim Song Contest. Getter Jaani trat mit dem herzigen Song "Rockefeller Street" für Estland an. Grell, bunt und modern war ihre Performance, die an Katy Perrys Bühnenauftritte erinnerte. WEITER Weißrussland feierte sich mit dem Lied "I love Belarus" ("Ich liebe Weißrussland") von Anastasiya Vinnikova selbst. Unterlegt war der einfache Text mit einer 0815-Melodie. Die männliche Stimme von Vinnikova wirkte unpassend. OUT Lettland gab sich äußerlich jung und hip, der Beitrag von Musiqq war aber äußerst altbacken. OUT Auch Dänemark schickte die Jugend vor und machte sich damit nicht schlecht. "New Tomorrow" ist ein netter Song mit Ohrwurmqualität. WEITER Als letztes durften Jedward mit "Lipstick" für Irland antreten. Die Zwillinge, die durch X-Factor bekannt wurden, waren schon zuvor als Favoriten gehandelt worden. Ihre stimmungsvolle "Roboternummer" mit viel Synthesizer-Klängen brachte Leben in die Düsseldorfer Arena. Das Publikum war begeistert. WEITER

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(kurier) Erstellt am
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