„Shelter“: Jason Statham macht Actionroutine
Jason Statham in "Shelter".
Von Gabriele Flossmann
Der Film erzählt eine Spionagegeschichte (Story austauschbar), in der Jason Statham zwar nicht sein Bestes gibt, aber zumindest das, was die Fans von ihm erwarten. Auf einer abgelegenen schottischen Insel lebt der von ihm gespielte Michael Knox zurückgezogen, fern von seinem früheren Leben im Geheimdienst. Als er die junge Saoirse aus einem heftigen Sturm rettet, wird seine einsame Zuflucht zur Zielscheibe. Bewaffnete Angreifer dringen auf die Insel, und Knox muss seine Fähigkeiten aus der Vergangenheit einsetzen, um das Mädchen und sich selbst zu schützen.
Stathams (zweifellos vorhandenes) schauspielerisches Talent wird im Film nicht wirklich ausgeschöpft, was vor allem daran liegt, dass die besten Szenen mehr von seiner Körperlichkeit leben als von seinen Dialogen. Eine Verfolgungsjagd und zwei Nahkämpfe haben zwar ihre Momente, trotz der irritierenden Versuche der Filmemacher, die Action durch abrupte Schnitte und wackelnde Kameraeinstellungen zu „unterstützen“. Und die Gefahr, in der sich Michael Knox als Mädchen-Retter ständig befindet, noch augenscheinlicher zu machen, bedient er sich bei seinen Kämpfen nicht aus dem herkömmlichen Waffenarsenal, sondern greift seine - ebenso gut trainierten Gegner - mit allem an, was er gerade findet. Einschließlich einer langen Metallkette, in die er seine – vorher offenbar nicht so eiserne – Faust wickelt.
Der eher lieblosen Machart werden eingefleischte Stathams-Fans - mit ihrer aus seinen früheren Filmen geschulten Fantasie - wahrscheinlich trotzdem etwas abgewinnen können.
INFO: GB/USA/KAN 2026. 107 Min. Von Ric Roman Waugh. Mit Jason Statham, Bodhi Rae Braethnach.
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