© UFA Fiction/Anika Molnar

Kultur
10/02/2020

Sein größter Fall war der Fall der Mauer

„Deutschland89“ ist der dritte und letzte Teil der DDR-Serie. Sensationell umgesetzt

von Philipp Wilhelmer

Im Jahr 2015 lief mit „Deutschland83“ eine der spannendsten TV-Serien des deutschsprachigen Raums vom Stapel. Sie erzählte die Geschichte des DDR-Spions Martin Rauch (hervorragend: Jonas Nay), der im Kalten Krieg gegen den Klassenfeind kämpfte.

Die Produktion floppte im Free-TV, wurde von den Kritikern aber hymnisch gelobt und bis nach Amerika verkauft. Dort fand sich dann ein Streamingriese, der die Serie aufgriff. Staffel zwei und drei ließ Amazon für seinen Streamingdienst Prime Video produzieren. Die Bezeichnungen der Staffeln orientierten sich an den Jahren, in denen sie spielen. Auf „Deutschland86“ folgte nun „Deuschland89“.

Martin Rauch, der charismatische und gerissene Spion im deutschen Einheitslook, hat schon längst den Glauben an die kommunistische Doktrin verloren. Die legendären Tage der Grenzöffnung zum Westen werden begleitet von Diskussionen unter Hardlinern, ob man Staatschef Egon Krenz nicht um die Ecke bringen sollte, damit er mit liberalen Gesetzen nicht versehentlich den Ostblock versenkt (was er im realen Leben dann tat). Rauch wird angesetzt, ihn zu vergiften.

Als die Mauer fällt, herrscht Panik in den grauen Amtsgebäuden des Geheimdienstes und wie Heuschrecken fallen westliche Geheimdienste über die DDR und ihre Spione her: Kooperieren oder Gefängnis. Oder Tod.

Rauch hat die Qual der Wahl. Und muss ständig darauf achtgeben, dass sein Sohn nicht nach Moskau entführt wird. Sensationell!

philipp wilhelmer

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