Robert Redford wird 75

Der Schauspieler, Regisseur und Gründer des "Sundance Filmfestivals" feiert am 18. August seinen Geburtstag.

"In gewisser Weise war er wie das Land, in dem er lebte. Alles flog ihm allzu leicht zu." Ein Schlüsselsatz aus dem Film "So wie wir waren", ...

Zum Durchklicken....

Im Bild: Robert Redford (Hubbell Gardiner) und Barbra Streisand (Katie Morosky). ... den Robert Redford 1972 mit Sidney Pollak (zweiter von links) drehte. Redford spielt darin Hubbel Gardiner, einen schönen, jungen Mann aus reichem Hause, der in stillen Momenten fürchtet, dass er genau so einer ist: Einer, dem alles zu leicht fällt. Er wird Schriftsteller, geht später gegen den Rat seiner Frau, der politisch engagierten Katie (Barbra Streisand), nach Hollywood und verkauft sich und sein Talent. Es macht eben nicht glücklich, wenn einem alles all zu leicht fällt. Die Rolle des nachdenklichen Hubbel Gardiner war Redford wie auf den Leib geschrieben. Der am 18. August 1936 in Santa Monica, Kalifornien, geborene Redford strengte sich, so scheint es, immer besonders an, um mehr zu sein als der schöne junge Amerikaner. 

TV-Tipp: ORF 2 zeigt "So wie wir waren" am Sonntag, 14. August, zu einer unchristlichen Zeit (1.30 Uhr). Er quälte sich als Jay Gatsby in Jack Claytons Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds "Der große Gatsby" (1974) durch sein reiches, verfluchtes Leben. Er ließ sein Gesicht verwildern und ging als "Jeremiah Johnson" in Sidney Pollaks gleichnamigem Film (1972) für immer in die Berge. Utah, wo der Film gedreht wurde, beeindruckte Redford dermaßen, dass er sich dort niederließ und sich als einer der ersten vehement für den Umweltschutz engagiert. Später gründete er dort das "Sundance Filmfestival", heute wichtigster Treffpunkt der amerikanischen Independent-Regisseure. Vom Hollywood-Glamour distanziert sich Redford. Er lebt heute mit seiner zweiten Ehefrau, der deutschen Künstlerin Sibylle Szaggars, zurückgezogen in Utah. Dabei hätte er sich wirklich, wirklich leicht machen können. Schon vom 12-jährigen Bob waren die Mädchen hingerissen, erinnern sich Redfords Schulfreunde. Aber vor allem deswegen, weil er so witzig war. 

Bild: Robert Redford mit Michelle Pfeiffer im Film "Aus nächster Nähe" Erst später kam das unglaubliche Aussehen dazu: blaue Augen, blonde Haare, umwerfendes Lächeln, schreibt sein Biograf Michael Feeney Callan. 

Im Bild: "Staatsanwälte küsst man nicht" mit Debra Winger (Laura Kelly), Robert Redford (Tom Logan), Daryl Hannah (Chelsea Deardon) In Hollywood- hatte er 1969 mit „Zwei Banditen“ („Butch Cassidy and the Sundance Kid“ mit Paul Newman) seinen Durchbruch. 

Im Bild: Butch Cassidy (Newman, li.), Etta Place (Ross) und Sundance Kid (Redford). Sieben Kinofilme inszenierte er selbst. Für sein Regie-Debüt "Eine ganz normale Familie" bekam er 1981 den Oscar. Den Ehrenoscar für sein Lebenswerk erhielt er 2002. Er spielte in 35 Kinofilmen mit, unter anderen in der hinreißenden Gaunerkomödie "Der Clou" aus dem Jahr 1973, ...

TV-Tipp: Am Samstag (20. August) zeigt ARD die Gaunerkomödie "Der Clou" von George Roy aus dem Jahr 1973. ... und "Die Brücke von Arnheim", "Der elektrische Reiter", "Jenseits von Afrika" sowie "Der Pferdeflüsterer". 

Im Bild: Robert Redford und Scarlett Johansson. ARD zeigt am Donnerstag um 0.55 Uhr Alan J. Pakulas preisgekrönten Klassiker "Die Unbestechlichen", der die Geschichte des Watergate-Skandals, der Präsident Nixon zu Fall brachte, erzählt. 

Im Bild: Robert Redford (li.) und Dustin Hoffman in "Die Unbestechlichen) Redford engagiert sich auch für den Naturschutz und redet seinen Landsleuten ins Gewissen: "Ich mache mir Sorgen um mein Land", wetterte er einst gegen die nach seinen Worten "inkompetente" Regierung von Präsident George W. Bush. 

Am Donnerstag (18. August) feiert Redford seinen 75. Geburtstag.
(mawe) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?