Kultur
23.11.2018

OTAMP: Fotos mit Überraschungsmoment

Beim Projekt "One Thousand And More Pictures" kann man wieder in Bilder von österreichischen Fotografen und Fotografinnen investieren.

Das im Vorjahr ins Leben gerufene und wunderbare Projekt "One Thousand And More Pictures" (kurz OTAMP) geht heuer in eine neue Runde. Dieses Crowd Funding Projekt, bei dem sich eine Gruppe von Fotografen zusammenfindet, um Kunstinteressierten Prints von ihren Fotografien anzubieten, finanziert quasi die Ausdrucke der Bilder.

Noch bis zum 13. Dezember kann man sich via Homepage die Fotos ansehen und die Drucke online bestellen.Danach werden die Filme entwickelt und im Anschluss können sich die Käufer ihre Prints aus einer großen Auswahl aussuchen. Im Vorfeld kann man sich aber mit dem Stil der teilnehmenden Personen vertraut machen.

Heuer kann man aus Arbeiten von in Wien ansässigen Fotografen und Fotografinnen wählen: Anna Breit, Isabella Simon, Theresa Wey, Niko Havranek, Lukas Lerperger und Paul Pibernig. Letzterer hat OTAMP vor Jahren ins Leben gerufen.

Verwendet werden ausschließlich mit der Analog-Kamera gemachte Aufnahmen, was dem Ursprung des Projekts geschuldet sei: "Mein Mitbewohner Simon und ich hatten zu viele Filme im Kühlschrank, um sie alle auf einmal entwickeln lassen zu können. Daraus ist die Idee geboren, dieses Crowd-Funding mit Prints von Bildern unserer noch unentwickelten Filme zu machen und damit die Entwicklung, Scans und Prints zu finanzieren. Aber der Überraschungsfaktor der analogen Fotografie spiegelt sich jetzt auch im Konzept wider, indem die Leute eben noch nicht genau wissen, was für Bilder sie bekommen werden. So wie wir Fotografen und Fotografinnen die Bilder auch selber noch nicht kennen. Wir wissen aber was in etwa auf den Negativen drauf ist und geben auch immer wieder Hinweise darauf, wo die einzelnen KünstlerInnen unterwegs waren und was sie fotografiert haben. Wir stellen uns auch mit aktuellen Arbeiten vor, damit man den Stil der teilnehmenden Fotografen und Fotografinnen kennenlernen kann. Zu guter Letzt gibt es die Möglichkeit, sich aus einer Auswahl an Bildern die vorbestellten Prints auszusuchen, damit man auch sicher ein Bild bekommt, das man gerne hat und aufhängen will, oder eines das passend ist, um es vielleicht einer bestimmten Person zu schenken", erklärt Pibernig.

Abholen kann man seine Bestellung am 20. Dezember bei einer Art Vernissage im Goldie (Richtergasse 8, 1070 Wien, ab 18 Uhr). Dort kann man sich seine Bilder auch von den beim Projekt mitmachenden Fotografen und Fotografinnen signieren lassen oder sich mit ihnen austauschen. Wer dafür keine Zeit hat, kann sich seine Bilder gegen einen Aufpreis natürlich auch per Post zuschicken lassen.