Österreich öffnet die Tore für Bollywood - Filmabkommen unterzeichnet
Öffnet die Tore für Bollywood: Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer unterzeichnet Filmabkommen.
Bollywood hat eine neue Bromance: Mit einer filmreifen Umarmung haben Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) und sein indischer Amtskollege Prayush Goyal am heutigen Donnerstag in Neu-Delhi ein wegweisendes österreichisch-indisches Filmabkommen besiegelt. Goyal stürmte zu Beginn der Zeremonie in der Regierungsresidenz Hyderabad House auf Hattmannsdorfer zu und herzte ihn innig. Das Abkommen soll Bollywood-Filme nach Österreich bringen, auch mit Förderversprechen.
"Mit diesem Abkommen öffnen wir Österreich als Drehstandort für einen der größten Filmmärkte der Welt. Wir holen mehr internationale Produktionen nach Österreich, stärken unsere Kreativwirtschaft und positionieren Österreich gleichzeitig als Film-, Kultur- und Tourismusstandort", erklärte Hattmannsdorfer. Das Abkommen schafft die Grundlage für echte Koproduktionen mit gemeinsamer Finanzierung, kreativer Verantwortung und auch Rechteverwertung.
Inder erhalten nun auch Zugang zu österreichischen Fördermitteln
Teil des Abkommen ist auch der Zugang zu Förderinstrumenten in beiden Ländern. Von Bollywood-Produktionen erhofft man sich nicht nur kurzfristigen Nutzen für die österreichische Kreativwirtschaft, sondern auch eine langfristige Popularisierung Österreichs im bevölkerungsreichsten Land der Welt. So sind etwa Drehorte von Bollywood-Filmen in den Schweizer Alpen zu dauerhaften Magneten für indische Touristen geworden. Mit über 1.000 Filmproduktionen jährlich ist Indien die größte Filmnation der Welt. In Österreich wurden in den vergangenen Jahren mehr als 100 Filmproduktionen realisiert.
Neben dem Filmabkommen wurden im Beisein der Regierungschefs Christian Stocker (ÖVP) und Narendra Modi am Donnerstag weitere bilaterale Vereinbarungen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Lebensmittelsicherheit, Wirtschaft und Sicherheit präsentiert. Stocker, der von Hattmannsdorfer und einer großen Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation begleitet wird, ist der erste Kanzler seit 42 Jahren, der das bevölkerungsreichste Land der Welt besucht.
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