Das bringt das Serienjahr 2026: Viele Wiedersehen, sogar in Pink
"Elle": Die Serienversion von "Natürlich Blond" mit Lexi Minetree kommt 2026.
„Wiedersehen macht Freude“. Dieser Satz, den man sagt, wenn man jemandem etwas borgt, von dem man weiß, dass man es nie wiedersehen wird, könnte als Motto über dem Streamingjahr 2026 stehen. Im April etwa muss einer zur Familienzusammenführung, der das lieber vermieden hätte: Malcolm aus der 2000er-Sitcom „Malcolm mittendrin“ – als Bryan Cranston noch Hal war und noch nicht Walter White – hat aus gutem Grund den Kontakt abgebrochen. Den Grund bzw. einige davon kennen Seherinnen und Seher der Serie. Zum 40. Hochzeitstag seiner Eltern muss er aber kommen. In der vierteiligen „Revival-Serie“ spielen fast alle Originalstars – allen voran Frankie Muniz, Jane Kaczmarek, Bryan Cranston – mit. (ab 10. April. Disney+)
Bekannte Gesichter gibt es auch im Sacred Heart Krankenhaus: Das chaotische Ärzteteam aus „Scrubs“ tritt noch einmal zur Schicht an. Zach Braff als JD, Donald Faison als Turk, Sarah Chalke als Elliot, Judy Reyes als Carla und John C. McGinley als Dr. Cox werden auch in dieser zehnten Staffel medizinische und andere Ausnahmesituationen erleben, die man eher nicht mit ihnen teilen möchte. (ab 25. Februar auf Disney+)
Immer wieder Dämonen
Neue Gesichter, aber in bekanntem inhaltlichen Umfeld wird es in der kalifornischen Kleinstadt Sunnydale geben. Dort ist ja Vampirjägerin Buffy zuhause – gewesen. In einem Neuaufguss besucht sie als Erwachsene ihre alte Heimat und stellt fest, dass da immer noch genug Dämonengesocks herumschwirrt. Sarah Michelle Gellar wird in ihrer Kultrolle zu sehen sein, aber die Serie soll sich auch auf eine neue Generation konzentrieren. Regisseurin Chloe Zhao – derzeit für den Shakespeare-Film „Hamnet“ mit Oscar-Chancen – hat aber schon angedeutet, dass auch andere Stars der „alten“ Serie Cameoauftritte bekommen. (Noch kein Starttermin, Disney+)
Schrill und blond
Manche erinnern sich vielleicht noch an den Film „Natürlich blond“, in dem Elle Woods im pinken Outfit für sich selbst und ihren Chihuahua bewiesen hat, dass man auch mit schriller Stimme und schrillem Gewand gescheit sein kann. Reese Witherspoon liebt diese ihre Paraderolle so, dass sie nun eine Serie über „Elle“ produziert. Die erzählt die Vorgeschichte der unwahrscheinlichen Heldin in ihrer Highschool-Zeit. Mitfinanziert hat eine andere Freundin der Farbe Pink: Dolly Parton. (Sommer 2026, Amazon Prime Video)
Der „Blade Runner“ -Kosmos wird heuer auch um eine Serie erweitert. Nachdem Denis Villeneuve schon den Originalfilm 40 Jahre in die Zukunft gesetzt hat („Blade Runner 2049“) geht es nun noch einmal 50 Jahre voran. In „Blade Runner 2099“ spielen Hunter Schafer und Michelle Yeoh, im Zentrum steht die Replikantin Olwen, die ihrem nahenden Lebensende ins Auge sehen muss. (noch kein Termin, Amazon Prime Video)
Richard Gadd ("Rentierbaby") hat für seine neue Serie an Muskelmasse zugelegt.
Richard Gadd ist mit „Rentierbaby“ 2024 ein veritabler Überraschungshit gelungen. Damals verarbeitete er seine eigene Erfahrung mit einer Stalkerin, in seiner neuen Serie „Half Man“ wird es nun um ein ungleiches Halbbrüderpaar gehen. Die Serie erzählt ihre Beziehung vom ersten Kennenlernen in den 1980ern als Teenager bis in die Gegenwart. Jamie Bell spielt den einen Bruder, Gadd selbst den anderen – und hat dafür einiges an Muskelmasse zugelegt. (noch kein Startdatum, HBO Max)
Ryan Murphy, der vielbeschäftigte TV-Produzent, erzählt gern „American Stories“. Das hat er mit den Anthologieserien „American Horror Story“ und „American Crime Story“ (etwa über den Mord an Gianni Versace) gemacht. Nun darf es eine „American Love Story“ sein, und zwar die von John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette. Ein Paar, das in den 1990ern für stylish-beiläufigen Glamour stand – und dessen Romanze tragisch endete. Beim Absturz eines Flugzeugs, das Kennedy gesteuert hat. (Februar, Disney+)
Horror bei der Hochzeit
Auch irgendwie ein Wiedersehen gibt es in diesem Jahr mit John Steinbecks „Jenseits von Eden“. Der Roman wurde 1955 von Elia Kazan mit James Dean verfilmt. Kazans Enkelin Zoe macht jetzt Family Business daraus und hat eine Serienfassung mit Florence Pugh am Start. (noch ohne Termin, Netflix)
Von den Machern der eben viel beachtet zu Ende gegangenen Hitserie „Stranger Things“, den Duffer-Brüdern, ist für 2026 die Produktion „Something very bad is going to happen“ angekündigt. In der Horrorserie soll es um eine verhunzte Hochzeit gehen. (ohne Termin, Netflix)
Auch einen langen Titel hat „Margo’s got money trouble“: Elle Fanning spielt in der David. E. Kelley-Serie eine überforderte alleinerzeihende Mutter, die bei OnlyFans einen lukrativen „Job“ findet. Als ihre unbrauchbare Mutter ist Michelle Pfeiffer dabei und auch Nicole Kidman taucht auf.
Die im Streaming vielbeschäftige Kidman ist auch weiterhin nicht faul und in „Scarpetta“, einer langerwarteten Serienadaption, zu sehen. Sie spielt die forensische Pathologin aus der Krimireihe von Patricia Cornwell. (11. März, Amazon Prime Video) An ihrer Seite übrigens: Jamie Lee Curtis. Bevor sich diese einem anderen Wiedersehen widmet: Sie wird in die Fußstapfen von Angela Lansbury steigen und Mord zu ihrem Hobby machen.
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