Festsaal, Hundsturm, Volx: künftig ein „Raum für lebendiges Theater“
Die Choreografinnen Nadja Puttner und Jasmin Avissar
Hundsturm war Mitte des 19. Jahrhunderts eine eigenständige Gemeinde – und ist heute ein recht unscheinbarer Stadtteil im Bezirk Margareten. Den Namen in Erinnerung rief Michael Schottenberg als Direktor des Volkstheaters: Den einstigen Festsaal des Eisenbahnerheims etablierte er ab dem Herbst 2005 als Spielstätte namens „Hundsturm“.
Nachfolgerin Anna Badora bespielte das Kellertheater für bis zu 170 Zuschauer ab 2015 unter dem Namen „Volx/Margareten“. Und Kay Voges, Direktor ab 2020, nutzte es – aber nicht mehr regelmäßig. Im März 2023 zeigte Markus Öhrn dort beklemmende „Szenen einer Ehe“ nach Ingmar Bergmans Film. In erster Linie war das Volx nun Probebühne.
Im Mai 2024 erhielt das Volkstheater ein Probenzentrum in der Tigergasse – mit drei Bühnen und einer Werkstatt: Die Volx-Räume wurden aufgegeben und sollten laut Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler künftig der Freien Szene zur Verfügung stehen. Die Eigentümer des Hauses beschlossen sodann, eine Generalsanierung vorzunehmen, um die Räume wieder als Veranstaltungsstätte nutzbar zu machen. 2025 wurden Betreiber gesucht.
Die Choreografinnen Nadja Puttner und Jasmin Avissar hatten seit 2022 nach einem Ort für ihre Vision einer multifunktionalen Tanz- und Theater-Begegnungsstätte gesucht. Sie bewarben sich mit ihrem Konzept als Mieterinnen – und erhielten den Zuschlag.
Technisch aufgerüstet, werden die Räume ab 28. Februar mit den Performances „Metamorphosis“ und „Baja Buf“ wiedereröffnet – unter dem Namen „DAS Margareten“ und als „Raum für lebendiges Theater“. Geplant ist ein breites Workshop-Programm für Laien und Profis. Eine Basis ist der Tanz: Er ermöglicht nonverbale Kommunikation und hilft, nicht nur Sprachbarrieren zu überwinden.
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