Salzburger Mozartwoche startet mit lebendigen Klängen

Salzburger Mozartwoche startet mit lebendigen Klängen
Danish Chamber Orchestra unter Adam Fischer mit Emily D’Angelo im Mozarteum in Salzburg.

Gleich zwei Jubiläen gilt es heuer zu feiern: Vor 270 Jahren erblickte der Genius Loci in Salzburg das Licht der Welt und vor 70 Jahren wurde die Mozartwoche ins Leben gerufen. Seither wird alljährlich rund um den Geburtstag des Salzburger Genies am 27. Jänner sein reiches Oeuvre ausgebreitet, jeweils angereichert mit Werken anderer Komponisten. Dieses Jahr unter dem Motto „Lux aeterna“.

Im Eröffnungskonzert im Großen Saal des Mozarteums machte man Bekanntschaft mit der 31-jährigen, vielfach preisausgezeichneten Emily D’Angelo.

Während die kanadische Mezzosopranistin die Arie der Ottavia „Disprezzata regina“ aus “L’incoronazione di Poppea“ von Claudio Monteverdi teils noch (fast zu) kraftvoll sang, wusste sie anschließend vollends zu begeistern. Jene der Ariodante „Scherza infida“ und „Dopo notte, atra e funesta“ aus der gleichnamigen Oper von Georg Friedrich Händel und die bekannte des Sesto „Parto; ma tu, ben mio“ aus „La clemenza di Tito“ von Wolfgang Amadeus Mozart wusste sie mit mühelosen Koloraturen, stimmlicher Souveränität sowie großer Ausdruckskunst zu gestalten. Wobei sie als Sesto in einen wunderbaren Dialog mit dem einfühlsamen Klarinettisten trat.

Nicht nur bei ihrer Begleitung, sondern auch mit Ouvertüren aus „Lucio Silla“ sowie „Mitridate, re di Ponto“ wie auch aus „Titus“ konnte das Danish Chamber Orchestra unter dem energiegeladenen Adam Fischer reüssieren.

Reinstes Vergnügen

Hier und bei Mozarts wohl populärster Symphonie g-Moll KV 550 war es reinstes Vergnügen, sich dem sprühend spielfreudigen, extrem akzentreichen, hochdynamischen, flexiblen, aber auch durchsichtigem, ja beinahe sprechenden Musizieren hingeben zu dürfen. Zwei Mozart-Ouvertüren aus dem „Schauspieldirektor“ und dem „Figaro“ waren die umjubelten Zugaben. Sprühend und launig moderierte Intendant Rolando Villazòn den Abend.

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