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Möwe statt Löwe: Die Biennale-Favoriten der Redaktion

Bei der Kunstschau gab es heuer keine Preise. Diese Beiträge fielen dem KURIER-Team beim Preview positiv auf:
Möwe

Nach den turbulenten Eröffnungstagen der Biennale gab es heuer keine offiziellen Preise - die Jury war inmitten politischer Spannungen zurückgetreten. Freilich ist die Frage nach den Favoriten omnipräsent - und in den sozialen Medien und Fachpublikationen wird Österreichs Beitrag von Florentina Holzinger immer wieder als Favorit genannt.  

Doch ist die Biennale Venedig kein dreitägiges Festival, sondern läuft bis zum 22. 11. - und das Publikum hat die Gelegenheit, selbst für die besten Länderbeiträge und die besten Künstler und Künstlerinnen der Hauptausstellung zu stimmen (wobei sich einige diesem PRozedere nicht unterziehen wollen). 

Diese Pavillons fielen dem KURIER-Team positiv auf. Eine generelle Einschätzung der heurigen Beiträge lesen Sie hier

Deutscher Pavillon Venedig 2026

Deutschland

Henrike Naumann schafft im Innenraum mit Kitschmöbeln ein Diorama der DDR-Geschichte, Sung Tieu hat die Fassade im SAtil eines Plattenbaus verfliest. 

ITALY-ART-BIENNALE-ISRAEL

Israel

Belu Simion Fainaru schuf eine meditative Installation mit komplexen  Bezügen zu jüdischer  Kultur und Philosophie. Die Hoffnung, damit auch Israelkritikern entgegenzukommen, sollte sich als zu optimistisch erweisen.

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Kroatien

Die Solo-Schau mit  Bildern und Objekten der hierzulande zu wenig bekannten Künstlerin  Dubravka Lošić, im Palazzo Zorzi außerhalb des Biennale-Geländes gelegen, beeindruckt mit der Originalität der Werke.

Möwe statt Löwe: Die Biennale-Favoriten der Redaktion

Österreich

Florentina Holzingers "Seaworld Venice" ist weit mehr als Provokation - das Konzept, die Beziehung von Rein und Unrein, Wasser und Abwasser in einer Folge von Live-Darbietungen umzusetzen, beeindruckt in vielen Dimensionen.

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Polen

Ein Chor versucht unter Wasser Walgesänge mit zeichensprache zu imitieren - und fragt nach dem Wesen der Kommunikatzion. 

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Spanien

Ein gigantisches Arrangement von Postkarten stellt die große Frage, was bleibt.

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Südafrika

Das musikalische Mahnmal „Elegy“ wurde  aus dem offiziellen  Programm zurückgezogen, weil es Genozid-Opfer in Afrika mit Opfern des Gaza-Kriegs gleichsetzt. Das Werk ist nun in der Kirche Sant’Antonin im Stadtteil Castello bis 31. 7. zu sehen. Über die politische Rhetorik lässt sich diskutieren, künstlerisch beeindruckt die Arbeit jedoch.

Möwe

Die Möwe

Der Vogel, der in einem abgegrenzten Bereich der Giardini nistet, war der Liebling des Eröffnungspublikums. Hoffentlich kann er nun wieder etwas Ruhe genießen.

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