Oliver Baier moderiert heute zum 498. Mal "Was gibt es Neues?". Zwei Folgen hat er in den 15 Jahren krankheitsbedingt gefehlt.

© ORF/Günther Pichlkostner

Kultur | Medien
05/03/2019

"Was gibt es Neues?": Dauerbrenner für Lachmuskeln

Oliver Baier fragt sich und sein Rateteam zum 500. Mal: "Was gibt es Neues?". Die Jubiläumsfolge ist heute, Freitag, in ORFeins zu sehen.

Heute, Freitag, um 22.20 Uhr wird die 500. Ausgabe von „Was gibt es Neues?“ gefeiert. Dafür gibt es laut Oliver Baier auch gute Gründe, „weil ich denke, dass so ein Jubiläum in der kurzlebigen Medienlandschaft eine große Leistung ist.“ Im Gegensatz zur deutschen Adaption der ursprünglich französischen Formatidee „Les grosses têtes“ ist die österreichische Version mittlerweile seit fast 15 Jahren nonstop auf Sendung. „Die Sendung ist seit November 2004 ein Fixpunkt auf ORFeins und hat seit Jahren einen großen Publikumszuspruch“, freut sich Oliver Baier im KURIER-Interview über den kontinuierlichen Erfolg.

Der 53-jährige Moderator der Quiz-Comedyshow, der in den vergangenen 15 Jahren nur zwei Sendungen krankheitshalber nicht selbst bestreiten konnte (und von Gerold Rudle vertreten wurde), liefert im Gespräch auch gleich Erklärungen dafür: „Ich denke, der Erfolg hat u. a. damit zu tun, weil wir die Leute nicht anlügen, ihnen etwas vorspielen, uns nicht großartig verstellen und jeder über sich lachen kann. Außerdem hatten wir niemals einen Hype. Wir sind langsam gewachsen, laufen nicht auf der Sprint-, sondern auf der Marathonstrecke. Wir waren nie der Eine-Million-Zuseher-Knaller zur Primetime, sondern haben über die Jahre kontinuierlich gute Leistungen gebracht.“

Rateteam

Anlässlich der 500. Folge wird die Sendezeit der Jubiläumsshow von 40 auf 60 Minuten erhöht. In dieser humorigen Stunde wird ein altbewährtes Rateteam, bestehend aus Michael Niavarani, Thomas Stipsits, Ulrike Beimpold, Eva Maria Marold und Viktor Gernot noch einmal mit Fragen aus den ersten Sendungen konfrontiert, um herauszufinden, ob es sich an irgendetwas erinnern kann. Das Rateteam wisse vorab nichts, bestätigt Oliver Baier. „Wir lernen keine Texte auswendig, es gibt kein Drehbuch – es lebt alles von der Spontaneität. Manchmal haben wir bei der Aufzeichnung einer Sendung Leerläufe, aber die kann man rausschneiden. “

Der anfangs vom TV-Publikum mit mäßig guten Quoten bedachten Sendung gelang der Durchbruch aufgrund einer eigentlich misslungenen Aufzeichnung im Jahr 2005. „Die mittlerweile legendäre Folge war entscheidend dafür, dass wir im ORF weitermachen durften. Dabei war das alles gar nicht so geplant. Denn wir mussten die Aufzeichnung dieser Sendung drei Mal von vorne beginnen, weil wir uns überhaupt nicht mehr vor Lachen eingekriegt haben. Am Ende hatten wir eine Show aufgezeichnet, die zu kurz gewesen wäre, wenn wir die anfänglichen Fehlversuche rausgeschnitten hätten. Der Niavarani hat daraufhin gemeint, wir sollten das einfach drinnen lassen. Ich fand die Idee gut und konnte zum Glück die Sendungsverantwortlichen überzeugen.“

Gewohnheitstier

Ein Lieblingsrateteam hat Oliver Baier keines. Das Wichtigste sei, eine gute, homogene Zusammensetzung. Viktor Gernot war über die Jahre von allen am öftesten dabei. Auch inhaltlich setzen die Sendungsverantwortlichen auf Altbewährtes: Im Laufe der Jahre habe sich so gut wie nichts verändert. „Ich warne auch immer davor, zu viel auf einmal ändern zu wollen. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier – auch vor dem Fernseher“, betont Oliver Baier.