Miriam Stein (Pippa), Adele Neuhauser (Julie Zirbner), Brigitte Kren (Maria) und   Martina Poel  (Sabine) kehren   ins Hauptabendprogramm zurück. Immer dienstags um 20.15 (ORF1)

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TV-Tipp
09/30/2019

"Vier Frauen und ein Todesfall": Rückkehr und Abschied

Nach vier Jahren Pause gibt es neue Folgen des ORF-Serienhits "Vier Frauen und ein Todesfall".

von Marco Weise

Wenn die „Vier Frauen“ – insbesondere die Zirbner Julie – Fahrt und Fährte aufnehmen, wird’s oft heiter bis vulgär. Denn für dumm verkaufen lassen sich die Hobbykriminalistinnen aus dem Dorf Ilm nicht, vor allem nicht von irgendeinem dahergelaufenen Trottel – Pardon! – Verdächtigen: „Hallo, i bin die Zirbner Julie! Und i glaub ned, dass des a Unfall war …“.

Die von Adele Neuhauser verkörperte Bäuerin, die schnell einmal ein Gewehr in der Hand und die Zirbenschnapsflasche an den Lippen hat, ist ein Grund für den Erfolg der 2005 erstmals im ORF ausgestrahlten Serie „Vier Frauen und ein Todesfall“. Ab Dienstag (1. Oktober) wird sie auf ORF1 (20.15) fortgesetzt. So richtig glaubte man nicht mehr an eine Ausstrahlung der 8. Staffel, die bereits vor vier (!) Jahren abgedreht wurde.

Schluss
Verantwortlich für die Verzögerung waren „bilanztechnische Gründe“, heißt es beim ORF. Soll heißen: Es fehlten dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk einfach die nötigen finanziellen Mittel. Denn die Kosten einer Produktion belasten erst bei der Ausstrahlung das Budget. Wie soeben bekannt gegeben wurde, wird die Serie voraussichtlich 2020 zu Grabe getragen. Nach neun Staffeln ist also Schluss.

Ein Leben ohne die Zirbner Julie? Aus momentaner Sicht für Adele Neuhauser schwer vorstellbar. „Es tut weh, wenn man so eine lieb gewonnene Rolle aufgeben muss. Die Julie war für mich über die Jahre immer ein toller Ausgleich zur Bibi im ,Tatort’ und zu meinem eigenen Leben. Ich würde zwar nie so handeln wie sie, aber diese Zirbner-Auszucker haben manchmal wirklich gutgetan“, sagt sie im KURIER-Gespräch.

Mut zum Schrägen
Die von Uli Brée und Rupert Henning stammenden Drehbücher nach einer Idee von Wolf Haas und Annemarie Mitterhofer waren von Anfang an sehr mutig gedacht. Danach hatten die Verantwortlichen Zweifel, es wurde an den Ecken und Kanten herumgefeilt, um das Publikum nicht zu überfordern. Als die Serie dann erfolgreich lief, ließ man schrittweise das Mutige einfließen. „Nach dem Erfolg der Serie ‚Braunschlag‘ war das auch für uns ein Zeichen, noch um eine Spur schräger zu werden“, sagt Murnberger dem KURIER. Das macht die Produktion auch aus, ergänzt Miriam Stein, die Julie Zirbners Tochter Pippa spielt.

„Ich finde, dass in Österreich immer noch mehr Mut zu schrägen Geschichten vorhanden ist als etwa in Deutschland oder in der Schweiz“, sagt die Schauspielerin. Sie schätzt besonders die Dialoge. „Sie sind lustig, aber auch intelligent. Die Drehbuchautoren bereiten oft aktuelle politische Tagesthemen so auf, dass sie unterhaltsam, aber niemals blöd sind. So muss Fernsehen sein. Es muss den Zuseher unterhalten, aber nicht völlig sinnentleert.“

Beginn: Im Jahr 2005 war das fiktive Dorf Ilm erstmals Schauplatz eines Todesfalles im ORF. Die reale Kulisse für die Serie  bieten die  Region um den  Fuschlsee und Faistenau im Grenzgebiet zwischen Oberösterreich und Salzburg. Adele Neuhauser, Martina Poel und Brigitte Kren sind von Anfang an dabei. Miriam Stein kam in  Staffel 4 dazu.

Neue Staffel: Die erste Folge (45 Minuten) der neuen Staffel beginnt mit einer Sintflut: Wasser. Überall Wasser. Und darunter begraben: das Dorf Ilm. Retten können sich u. a. die „Vier Frauen“ – und zwar ins benachbarte Oberilm, wo sie nicht  willkommen geheißen werden. Und dann gibt es den ersten Toten in der Kirche.  

 

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