US-Talker Stephen Colbert legt sich mit seinem Sender CBS an
Die US-Late-Night-Shows stehen weiter im Zentrum des Kampfes um die Meinungsfreiheit in den USA. Talk-Show-Host Stephen Colbert sagt, sein Sender CBS habe ihm am Montag untersagt, ein Interview mit dem demokratischen Politiker James Talarico zu senden, der bereits im Studio wartete.
Eine erklärende Presseaussendung des Senders warf er tags darauf mit den Worten "Ich weiß gar nicht, was ich mit dem Dreck tun soll", nachdem er es mit einem für das Aufheben von Hundekot typischen Sackerl genommen hatte, weg.
Der Sender weist die Vorwürfe darin zurück: Man habe lediglich Bedenken geäußert und Wege dargelegt, wie das Interview doch noch zustande kommen könnte. Es geht dabei um neue Regelungen der TV-Aufsichtsbehörde, nach der Politiker aller Parteien gleichermaßen vorkommen müssen. Talk-Shows waren davon bisher ausgenommen, was sich nun geändert habe.
Colbert beklagt, dass der Sender nicht mit ihm gesprochen habe. Er wolle keine kontroverse Beziehung zu CBS. Da dieser ihm das Interview verboten habe, zeigte er stattdessen ein Bild von Donald Trump und Jeffrey Epstein.
Das Interview mit Talarico stellte er auf Youtube.
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