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ORF-Wahl: Lisa Totzauer bewirbt sich erneut für Generaldirektion

ORF-Magazinchefin will den ORF ab 2027 leiten.
Lisa Totzauer.

ORF-Magazinchefin Lisa Totzauer wagt sich aus der Deckung: Sie bewirbt sich für die Generaldirektion ab 2027. Schon 2021 hat sie sich um die Leitung beworben, damals setzte sich Roland Weißmann durch, Totzauer erhielt fünf Stimmen im Stiftungsrat. 

"Wir können dieses Haus reformieren. Wir sind nicht machtlos", schrieb sie laut Standard nun an ihre Mitarbeiter.

Porträt: Die Kandidatin ist seit 1997 im ORF

Lisa Totzauer wurde bereits mehrfach als potenzielle Kandidatin für höhere ORF-Weihen ins Spiel gebracht. Der ORF-Managerin wird hartnäckig ÖVP-Nähe nachgesagt, auch wenn sie selbst von dieser Zuordnung nichts wissen will. Die 1970 geborene Wienerin wurde 2018 von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zur Channelmanagerin für ORF 1 bestellt. 

Die Gerüchtebörse meinte damals zu wissen, dass es sich um eine politisch mit den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ akkordierte Bestellung gehandelt habe. Parallel wurden Alexander Hofer zum Channelmanager von ORF 2, Wolfgang Geier zum ORF 1-Chefredakteur und Matthias Chrom-Kux zum Chefredakteur von ORF 2 ernannt. Alle Personen hatten rund um die Bestellung der Channelmanager stets betont, keine parteipolitische Punzierung haben zu wollen.

Die Magistra der Vergleichenden Literaturwissenschaft begann ihre ORF-Karriere 1997 im Aktuellen Dienst des Landesstudios Niederösterreich. Ab 1999 war sie Mitglied der „Zeit im Bild“-Redaktion, zunächst als Redakteurin und Reporterin, später als ZiB-Sendungsverantwortliche. 2010 galt sie als aussichtsreiche Bewerberin für die Leitung der TV-Magazine. 2013 wurde sie auf Vorschlag von Programmdirektorin Kathrin Zechner von Wrabetz zur Infochefin von ORF 1 bestellt. Derzeit ist sie Magazin-Chefin im ORF.

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