© Hiba Judeh/Netflix

Streaming
01/03/2020

Neue Serien bei Netflix: "Messiah" und "Spinning Out"

In "Messiah" hält ein mysteriöser Mann die Welt in Atem, "Spinning Out" zeigt ein Familiendrama in der Eishalle.

von Nina Oberbucher

"Messiah": Was wäre, wenn?

Er taucht unvermittelt in der syrischen Hauptstadt Damaskus auf und sorgt sogleich für Aufregung: ein junger Mann, der sich Al-Masih (Mehdi Dehbi) nennt, was auf Arabisch so viel wie Messias bedeutet. Er predigt über Frieden, Liebe, Gott – und die Menschen sprechen von Wundern, die er vollbracht haben soll. Schnell versammelt der charismatische Mann mit den langen Haaren eine Schar an Anhängern um sich, die ihm – ohne Proviant, geschweige denn einer Ahnung, wohin es geht – quer durch die Wüste folgen. Bis zur Grenze Israels.

Diese Bewegung beobachtet die ehrgeizige CIA-Agentin Eva Geller (Michelle Monaghan) in der Mystery-Serie „Messiah“ (zu sehen bei Netflix) mit Sorge: Ist der Mann Unruhestifter, Blender oder tatsächlich Prophet?

Geller und der israelische Geheimagent Avrim Dahan (Tomer Sisley) heften sich an Al-Masihs Fersen, der ihnen jedoch immer wieder entwischt und an neuen Orten Furore macht: Am Tempelberg in Jerusalem soll er einen toten Buben zum Leben erweckt haben. Wenig später soll er in einer texanischen Kleinstadt, die durch einen Tornado völlig zerstört wurde, die Kirche gerettet haben.

So rasend schnell sich diese Neuigkeiten über soziale Medien überall auf der Welt verbreiten, so groß bleiben die Fragezeichen bei den Ermittlern. Im Prinzip, erklärt Al-Masih in einer Befragung mit Agentin Geller, seien sie einander gar nicht unähnlich: Er verehre Gott, andere Geld, Macht oder eben ihren Job.

Was passieren würde, wenn Jesus heute auf die Erde käme, ist ein ebenso gewagter wie spannender Ausgangspunkt für eine Serie. „Messiah“ ist durchaus fesselnd, verirrt sich unterwegs aber in Nebenhandlungen, anstatt zu beantworten, wer dieser mysteriöse Mann eigentlich ist.

Messiah. Mystery-Serie. 10 Folgen zu je ca. 45 Minuten. Mit Mehdi Dehbi, Michelle Monaghan, Tomer Sisley. Verfügbar bei Netflix.

"Spinning Out": Familiendrama in der Eishalle

Der Schock sitzt tief: Nach einem Sprung hatte sie sich eine schwere Kopfverletzung zugezogen, seitdem ist die Eiskunstläuferin Kat (Kaya Scodelario) nicht mehr in Höchstform, der Traum von Olympia vorbei. Das verbittert vor allem Mutter Carol (January Jones), die ihre Töchter Kat und die jüngere Serena (Willow Shields) in der Netflix-Serie „Spinning Out“ zu Höchstleistungen im Eiskunstlauf drillt.

Dass sie so erpicht darauf ist, aus den beiden Stars zu machen, liegt an ihrer eigenen Vergangenheit: Sie hätte selbst als Eiskunstläuferin zu Olympia sollen, wurde aber ungewollt schwanger. Ihre bipolare Störung  belastet das Familienleben zusätzlich.

Als Kat enttäuscht das Handtuch werfen will, ergibt sich für sie die Chance, im Paarlauf mit dem schmierigen Justin noch einmal Karriere zu machen. Zur gleichen Zeit eskaliert der Streit mit ihrer Mutter: Sie kratzt sogar die Fotos ihrer Tochter aus dem Familienalbum. „Spinning Out“ erinnert an den Kinofilm „I, Tonya“, als Teenie-Seifenoper inszeniert. Die Szenen zwischen Kat und Mutter Carol sind berührend,  die Handlung fällt in den einstündigen Episoden jedoch dünn aus.

Spinning Out. Drama-Serie. 10 Episoden zu je einer Stunde. Mit Kaya Scodelario, January Jones, Willow Shields. Bei Netflix verfügbar.

Was sonst noch läuft: "The Circle"

Reality-Show: „Big Brother“ in getrennten Räumen. Die Teilnehmer von „The Circle“ treffen nicht wirklich aufeinander, sondern kommunizieren über eine eigene soziale Plattform miteinander. Wer sich wirklich hinter den Profilen verbirgt, können die Kandidaten nicht wissen. Zu gewinnen gibt es 10.000 Dollar. Zu sehen bei Netflix.

"Anne with an E"

Dramaserie: Start der dritten und letzten Staffel. Inspiriert vom Roman „Anne auf Green Gables“ erzählt die Serie vom Waisenmädchen Anne im Kanada der Jahrhundertwende. In den neuen Folgen wird sie 16 und macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Zu sehen sind die zehn Episoden ab heute (Freitag) bei Netflix.

"James May: Our Man in Japan"

Reise-Serie: „The Grand Tour“-Moderator James May erkundet Japan: Dabei macht er sich nicht nur mit kulinarischen Spezialitäten, sondern auch diversen Kampfsportarten vertraut Ab heute zu streamen bei Amazon Prime Video.

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