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Kultur
07/31/2019

"Medée" in Salzburg: Darling, ich bin im... Festspielhaus

Kritik: Kollektives Filmschauen bei Luigi Cherubinis Oper „Médée“.

von Gert Korentschnig

Kino-Dienstag bei den Salzburger Festspielen. Auf dem Programm: Luigi Cherubinis „Médée“, neu verfilmt, in einer zeitgemäßen Adaptierung. Leider gab es nur eine und nicht – wie im Lichtspieltheater üblich – drei Vorstellungen. Und der Ort des Geschehens war nicht das Stadtkino, sondern das größte Operntheater des Landes. Darling, ich bin im . . . Festspielhaus.

Wetten, dass es noch weitere Produktionen in diesem Sommer gibt, die auch auf das Medium Film setzen? Oper und Bewegtbild (vielleicht weil das Dargestellte auf der Bühne oft so unbewegt ist) sind heute untrennbar miteinander verbunden. Mancherorts hat man sogar das Gefühl, dass Musiktheater der letzte Ort hinter den Bergen ist, wo Film noch für modern gehalten wird.