Kultur
07.08.2018

"KURIER News" blickt hinter die Grenzen

Chefredakteurin Elisabeth Auer hat mit ihrer Arbeit sehr viel verändert. Nicht zuletzt für den KURIER. Wir machen jetzt tatsächlich auch Fernsehen.

„Wir feiern ein Jahr ,KURIER-News‘. Wir brauchen eine Geschichte“, ereilte mich dieser Tage der freundliche Aufruf aus der Chefredaktion. Hmm. Klingt nach PR-Journalismus allererster Güte. Wollen wir das?

Im Zweifelsfall nein, und zwei Gespräche später, zunächst telefonisch, dann in brütender Hitze auf der KURIER-Terrasse, sind diese Erwägungen schnell verflogen. „ KURIER News“-Chefredakteurin Elisabeth Auer ist nicht nur eine kundige Gesprächspartnerin, sondern hat in einem Jahr das Unmögliche Realität werden lassen: Wir machen im KURIER auch Fernseh-Nachrichten. Und zwar nicht nur als Anhängsel, sondern als Produkt, das aus der Mannschaft heraus entsteht. 360-Grad-Journalismus war noch nie so greifbar.

Nicht in dieser Form

Zunächst einmal muss man klären: Wozu überhaupt ein weiteres TV-Nachrichtenformat? Gibt es neben dem ORF nicht schon genug erfolgreiche private Info-Sendungen? Nicht in dieser Form: „Wir machen Nachrichten für die Ost-Region“, sagt Auer.

Wien, Niederösterreich und das Burgenland hängen zusammen wie kaum eine andere Region“. Zigtausende Pendler, Ausflügler, verteilte Familien ... alle interessieren sich letztlich dafür, wo etwa ORF-„Bundesland heute“ organisationsbedingt aufhört: Was hinter der Landesgrenze passiert. Eine große Baustelle für viele Bürgerinnen und Bürger ist hier das Thema Verkehr: „Infrastrukturprojekte, Bahnverkehr, Citymaut, die das sind Themen, die stark polarisieren“, sagt Auer. Entsprechend sorgen die „KURIER-News“ auch im Fernsehen für ein vernetztes Bild. Tiefer in die Region geht sonst auch kaum jemand: Das reicht von den NÖ-Landtagswahlen bis zu den burgenländischen Gemeinderatswahlen.

Die große Leinwand

Wobei Auer, die als Sportjournalistin bei ATV bekannt wurde und dort zudem die Hauptnachrichten präsentierte, auch die große politische Leinwand zu bespielen weiß: Die erste Kraftanstrengung folgte bundesweit, als schau TV gemeinsam mit anderen Privatsendern am Abend der Nationalratswahl 2017 Diskutanten ins Hofburg-Studio einlud und interviewte.

Das „KURIER News“-Team besteht aus fünf fixen Mitarbeitern (mit Auer sind es sechs), die ihre Berichte mithilfe der Stammredaktion planen, konzipieren und drehen. Das hat das Traditionshaus KURIER gewandelt. Denn wir machen jetzt nicht nur Zeitung oder Online-Journalismus, sondern eben auch TV. Der tägliche Info-Talk „Warum eigentlich?“ wird neben KURIER-Chefredakteur Helmut Brandstätter (der als gelernter Fernsehmann von Anfang an starke Impulse setzte) von den „Print“-Kolleginnen und Kollegen bestritten – die das sensationell machen, wie Auer bescheinigt. „Wir arbeiten mit Redakteuren im ganzen Haus, das ist eine Vernetzung, die es sonst in der gesamten Branche nicht gibt.“

Zu sehen sind die „KURIER News“ auf schau TV (18.30 Uhr) und kurier.at.

INFO: „schauTV“ ist der Fernsehsender des KURIER Medienhauses. Als erstes Projekt präsentierte der Sender heute vor einem Jahr die „KURIER News“, die von Montag bis Freitag um 18.30 Uhr laufen und Fernsehnachrichten aus der Ostregion senden.  

Die Interviewreihe Warum eigentlich? ist Teil der „KURIER News“ und läuft im Anschluss an den Nachrichtenblock. 

Seher haben die Möglichkeit „schauTV“ via Satellit, DVBT im Großraum Wien, Simpli TV und Kabelfernsehen zu empfangen.

Neben den „KURIER News“ läuft als tägliches Magazin schau Leben (Mo.–Fr, 18.00 Uhr).