Jung, talentiert und ausgestellt im Mumok

Über 700 Künstler haben sich für den Walter Koschatzky Kunst-Preis 2011 beworben. Eine Vorauswahl wird Ende Mai im Mumok gezeigt.

Die Galerie der nominierten Künstler und Künstlerinnen für den Walter Koschatzky Kunst-Preis 2011 sind online. Die hochkarätige Jury unter dem Vorsitz vom ehemaligen Mumok Direktor Edelbert Köb haben aus den über 700 Einsendungen an die 50 Künstler für die Ausstellung ausgewählt. 

Im Bild: Achiem Riethmann. MC 01. Aquarell auf Papier. € 1500. In der Jury sitzen neben Edelbert Köb, die Kunstsammlerin Agnes Essl, die Kunstmanagerin Gabriela Koschatzky-Elias, Gunter Damisch, Professor an der Akademie der Bildenden Künste und Edgar Böhm, Präsident des Rotary Club Wien-Albertina 2010/2011. 

Im Bild: Vinz Schwarzbauer: FKK. Siebdruck auf Papier 2/10. € 540. Von 29. bis 31. Mai werden die nominierten Arbeiten im  Museum Moderner Kunst Wien (Mumok) im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Die Preisverleihung findet am 31. Mai statt. 

Im Bild: Daniela Riedl. I am postmodern Zombies. Ölpastell/Aquarell/Tusche/Papier. € 5.400 Der Walter Koschatzky Kunst-Preises wird vom Rotary Club Wien-Albertina veranstaltet. Teilnahmeberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler unter 35 Jahren. Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online. Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnten bis zu drei Arbeiten in beliebiger Technik einreichen.

Im Bild: Mihut Boscu. Laying over layers of historical trash. Pencil on silk paper. € 850 Thematische Vorgaben gab es keine, der Kreativität des Einzelnen waren keine Grenzen gesetzt. Die Ausschreibung lief von 13. Oktober 2010 bis 31. Januar 2011. 

Im Bild: Sevda Chkoutova. 2010_Schrei. Graphit+Copicstift+Aquarellfarbe auf Papier. € 2500. Teilnahmeberechtigt waren Arbeiten auf Papier in Formaten bis maximal 100x140cm. Ausgenommen war reine, graphisch oder digital unbearbeitete, Fotografie.

Im Bild: Maria Luz Olivares Capelle. Das Feld. Bleistift auf Papier. € 800. Die preisgekrönten Arbeiten werden um je 1.000 Euro (zusätzlich zum Preisgeld) erworben und gehen in die Sammlung des Rotary Club Wien-Albertina über. Weitere Ankäufe, im Gesamtwert von 5.000 Euro durch den Veranstalter und Sponsoren sind geplant.

Im Bild: Ruine-Mostar. Siebdruck auf Papier. unverkäuflich! Es werden dreimal Geldpreise vergeben: Dem Gewinner winken 6000 Euro, der zweite Platz ist mit 4000 und der dritte mit 2500 Euro dotiert. 

Im Bild: Nadja Rauch. An die Schlummernden. Bleistift/Buntstift auf Papier. € 650
Außer Preisgeld für die drei Gewinner bietet die mehrtägige Vernissage, die vor der Preisverleihung in Wien stattfindet, eine öffentliche Präsentation der Werke aller Nominierten.

Im Bild: Michail Michailov. I feel what you are saying has deep significance. Buntstift/Karton. € 650. Dieser biennal stattfindende Wettbewerb dient der Förderung junger österreichischer und internationaler Künstlerpersönlichkeiten. 

Im Bild: Fassade. Bleistift, Buntstift und Graphit auf Papier. € 1500. Es ist dies einer der größten Kunstwettbewerbe Österreichs, an dem in den vergangenen Jahren jeweils mehr als 500 Künstler teilgenommen haben. Für Preisgelder und Ankäufe steht ein Budget von über 20.000 Euro zur Verfügung.

Im Bild: Alina Kunitsyna. small press. Tusche/Papier. € 1000. Der Preis wurde im Frühjahr 2004 durch den Rotary Club Wien-Albertina im Andenken an dessen Ehrenmitglied Prof. Walter Koschatzky ins Leben gerufen und wird ausschließlich durch Firmen- und Privatsponsoren finanziert.

Im Bild: Manuel Gorkiewicz. Pink Panther. Makeup auf Papier. € 600. Walter Koschatzky gilt als Förderer von Gegenwartskunst. Er wurde 1921 in Graz geboren und ist 2003 in Wien verstorben. Als Direktor der Albertina war er über ein Vierteljahrhundert im Sinne der graphischen Künste tätig.

Im Bild: Micha Wille. Amok im Holgerland (Erixon Remix). Siebdruck/Papier (1/5). € 1200. Zusätzliche monetäre Unterstützung erfolgt durch den Ankauf von Arbeiten seitens des Rotary Clubs Wien-Albertina selbst, von Sponsoren und Besuchern. 

Im Bild: Gerhard Roth - Aus Sicht des Gehirns. Text-Collage und Tusche auf Karton. € 3300. Bisher durften den begehrten Preis Klaus Mosettig (2005), Margret Weber-Unger (2007) und Matthias Kloser (2009) in Empfang nehmen.

Im Bild: Bernhard Hosa. Auf der Suche nach dem richtigen Bild 1. Fotografien gefaltet mit Klammern auf Holz montiert. € 850. Die internationale Bedeutung des Preises kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bei der letzten Ausschreibung im Jahr 2009 beispielsweise reichten KünstlerInnen aus über 40 Ländern ihre Werke ein.

Im Bild: Daniela Riedl. Hirsch posthum. Ölpastell/Aquarell/Tusche/Papier. € 5400. Im Rahmen einer dreitägigen Vernissage werden die ca. 60 für die Endauswahl nominierten Werke ausgestellt, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

Im Bild: Kevin A. Rausch. Der Bienenkönig. Mischtechnik. € 1200. Im Zuge dieser Ausstellung haben die Besucher auch die Möglichkeit, diese Arbeiten käuflich zu erwerben – eine einzigartige Möglichkeit für Kunstliebhaber und Sammler, junge Talente zu entdecken.

Im Bild: Vinz Schwarzbauer. Wizard. Siebdruck auf Papier 1/10. € 440. Der Rotary Club Wien-Albertina kauft selbst Werke im Ausmaß von rd. € 5.000 . Der Reinerlös der Vernissage und des Sponsoring-Überschusses kommt jungen KünstlerInnen zugute.

Im Bild: Kamen Stoyanov. Subway Yard Bratislava_1. Digital Print/Papier 2/5. € 4500. Im Mai 2010 wurde eine Jubiläums-Auktion abgehalten, in deren Rahmen die Ankäufe – und damit die mit Sorgfalt ermittelten Glanzlichter des Walter Koschatzky Kunst-Preises seit seiner Gründung – versteigert wurden.

Im Bild: Iv Toshain. Opus I. Pencil drawing on paper and one layer transparency. € 480. Dabei wurde ein Reinerlös von 37.000 Euro erzielt, der in den kommenden vier Jahren zur Gänze einem Stipendium für junge, bedürftige bildende Künstler zugeführt wird.

Im Bild: Roswitha Weingrill. Chambers of Commerce #3. Mischtechnik auf Papier. € 1400. Der Veranstalter, der Rotary Club Wien-Albertina ist Mitglied von Rotary International, einer internationalen Vereinigung von Menschen, die Herausragendes leisten und sich humanitären Zielen verschrieben haben. 

Im Bild: Kevin Kopacka. Missverständnis. Acryl, Tusche und Kreide auf Papier. € 1000. Ausstellung der nominierten Arbeiten
29. bis 31. Mai 2011

MUMOK
Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
MuseumsQuartier
Museumsplatz 1, A-1070 Wien

Öffnungszeiten:
So 29. Mai  10-18 Uhr 
Mo 30. Mai von 14-18 Uhr
Di 31. Mai von 14-18 Uhr 

Eintritt frei
Mehr zum Kunstpreis, siehe Link unten.

Im Bild: Robert Loos. The significant landscape of Paint, Blatt No. 9. Lithographie, Aquarell, Zeichnung, Papier. € 500.
(KURIER.at) Erstellt am
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