Kultur
14.06.2018

In Österreich kann man bei der Internetfernsehrevolution nur zusehen

Kommentar: In den USA mischt sich der Medienmarkt neu rund ums Internet. In Österreich fehlt es am Grundlegenden: Glasfaserinternet.

In den USA stellt sich die Medienlandschaft gerade radikal um: Das Fernsehen rutscht vom Kabel ins Internet. Klingt recht egal, bringt aber viele Änderungen – und große Firmen-Zusammenlegungen.

In Österreich ist man noch lange nicht so weit. Man schaut Fernsehen im Fernsehapparat. Die dortigen Politdiskussionen vereinen das Land in der Aufregung, der Krimi-Berglandschaft-Naturdoku-Showhauptabend hilft im Glauben, dass die Zeit eh auf uns wartet. Wer sich da ausklinkt und internetfernsieht, darf sich ruhig alleine gelassen fühlen – auch in technologischer Hinsicht: Wer nicht zentral in einem Ballungsgebiet wohnt, kann von schnellem und verlässlichen Glasfaserinternet nur träumen.

Die Alternativen: Verlässliche, aber elend langsame Kupferleitungen. Oder Internet vom Mobilfunkanbieter. Das ist schnell, wenn es niemand braucht. Und im Hauptabend, wenn dann doch ein paar fernschauen, geht es radikal in die Knie.  Auch hier muss die Zeit auf uns warten.