Hellers "Magnifico": Der Traum vom Einhorn

André Heller präsentiert seine neue Show mit Pferden, Fabelwesen und Artisten ab November in Wien. Weltpremiere ist am Dienstag in München.

"Magnifico" nannte André Hellers Großmutter das Einhorn im Bilderrahmen, das ihren Enkel vor Alpträumen schützen sollte. "Magnifico" heißt nun auch seine neue Show, die am 8. Februar in München Premiere feiert und ab November in Wien zu sehen ist. ... Das Einhorn und der Pegasus, vor allem aber Artisten und Tänzer aus der ganzen Welt, sowie zahlreiche echte Pferde bevölkern sie: "Es ist eine Show mit Pferden, aber keine Pferdeshow", so Heller. Die Idee stammte ursprünglich von "einer der großen mythologischen Figuren des internationalen Show-Business", so Heller: Von Produzent Marcel Avram, der mit dem Wunsch nach einem Pferde-Spektakel an Heller herantrat. "Ich habe mich gefragt, was hat das mit mir zu tun?", so Heller. Und erinnerte sich an eben jenes Einhorn bei seiner Großmutter, wo er, das "Angstkind", Zuflucht fand. Nicht an Ritter, nicht an die edlen Rosse der Spanischen Hofreitschule habe er gedacht, aber an Fabelwesen, an den Pegasus und an das trojanische Pferd. Echte Pferde sind natürlich auch dabei: "Die riechen gut, die haben eine Eleganz und eine Grandezza - sie sind ein Gottesbeweis, was für ein fantastischer Designer dieser Schöpfer war", sinnierte Heller, der auch die Stallungen besuchte um "vorsichtig zu probieren", selbst reiten zu lernen. Auf der Showbühne tun das natürlich nur die Spezialisten, Tierschutz sei dabei "das oberste Gesetz", betonte Heller. Die Pferde würden in der Show sicherlich nichts tun, was nicht "natürlich" für sie sei. "Das braucht es auch nicht."
Neben Pferden und Reitern beherrschen aber auch Artisten von Seiltänzern zu Schattenspielern die Traumwelten von "Magnifico". Derwische drehen sich zwischen arabischen Reitkünstlern (Bild) der Hohen Schule, ... ... chinesische Kunstdrachen räkeln sich um eine Balance-Virtuosin. Dort "wo das Unwahrscheinliche und die Fantasie zu Hause ist" wohnen die Einhörner, sagte Hellers Oma. Zwischen Heu und Stroh, Segways und Körperkunst will Heller diesen Ort auf Tournee schicken. Ein durchgängiges Märchen wird in "Magnifico" nicht erzählt.  "Ich hab' gern das Kaleidoskopische", sagte Heller, "ich mag, wenn in der dritten Minute etwas anderes ist, optisch und formal, als in der neunten". Die Show erzähle nicht eine Geschichte, sondern sei eine "Reise in den Traum dieses Einhorns - und in diesem Traum kann alles passieren". Im November 2010 begannen Heller und sein Team in den Messehallen in Tulln die Probearbeiten, nach der Premiere in München zieht "Magnifico" mit seinem Showzelt über Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, Zürich und Frankfurt zurück nach Österreich und Wien. Der Vorverkauf für die Wiener Vorstellungen beginnt am 12. Februar (Link zur Info-Seite siehe unten).

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(apa / tem) Erstellt am
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