© Benjamin Hammerschick/Wunsch

Kultur
07/11/2021

Gemischte Platte: Wunsch und Lucy Dacus

Der heimische Musiker Philip Wansch legt sein feines Solodebüt vor. Und die tolle US-Rockmusikerin Lucy Dacus beschäftigt sich mit ihrer Vergangenheit. Das klingt hot und heavy.

von Marco Weise

Der in Wien lebende Musiker Philip Wansch träumt sich auf seinem Solodebüt in ferne Länder, an den „Rio Grande“ und zur „Lagune der sieben Farben“. Dazu reicht er eine gefällige, nach Weltreise  klingende Klangfarbe. Das musikalisch  zwischen  Indie-Pop, Electronica, Downbeat, Orient und Okzident oszillierende Werk groovt sich im Midtempo-Tempo-Bereich ein.  Wenn sich in „Alpha & Omega“ der Männerchor zum  Synthesizer-Brummen erhebt, ist die Gänsehaut nicht weit. Ein    Album, das Geschichten erzählt, für die man sich Zeit nehmen sollte. 

 

Auf dem dritten Album blickt die US- Rockmusikerin zurück auf ihrer Jugend in Richmond, Virginia. Das ist jene ultrakonservative Gegend, in der man es als Frau, die Frauen liebt, nicht einfach hat. Lucy Dacus lebt natürlich  längst woanders und rechnet nun mit dem ab, was ihr  lange Zeit die Luft zum Atmen genommen hat. Diese Vergangenheitsbewältigung gießt sie  in wunderschöne  Songs, in denen die Gitarre gerne schweigt und dafür der  Synthie übernimmt. Lucy Dacus kann aber auch noch ordentlich rocken. Gute Dame!

 

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