Two Pigeons on a Window in Washington DC

Beim Fenster rausmusizieren, kann Kummer und Tauben vertreiben.

© Getty Images/iStockphoto / zodebala/IStockphoto.com

Kultur
03/14/2020

Coronavirus: Österreicher musizierten gemeinsam

Die Italiener singen und musizieren bereits seit Tagen gemeinsam am Balkon. Am Sonntag wurde auch zum ersten Mal in Österreich aus dem Fenster, vom Balkon aus musiziert.

Nachdem in den Krisengebieten Italiens angesichts des Coronavirus viele Italiener immer wieder an Fenstern und auf Balkonen gemeinsame Konzerte veranstaltet haben, haben auch österreichische Musiker via Soziale Netzwerke zu einem „Flashmob-Gig“ aufgerufen. Dieser wurde dann am Sonntag um 18 Uhr auch von einigen Menschen wahrgenommen. Etwa von der Singer-Songwriterin Hanna Kristall, die in ihrem Facebook-Live-Video einen Einblick gibt.  

Stilistisch war die Bandbreite groß, vom Cembalo bis zu "I am from Austria", von der "Ode an die Freude" bis zu John Lennons Friedenshymne "Imagine" und einem Kurzkonzert am Spielzeug-Xylophon.

Für viele war es wohl das erste Cembalokonzert ihres Lebens, das dabei vom Balkon eines Genossenschaftsbaus in Wien-Floridsdorf zu hören war. Gegeben wurde von Interpretin Magdalena Hasibeder passend zum Anlass ein Stück über die Einnahme einer Burg von Alessandro Poglietti, der 1683 an der Pest gestorben war. Viel Applaus gab es dafür im Innenhof, trotzdem war da auch rasch Konkurrenz mit Rainhard Fendrichs "I Am From Austria", immerhin von manchen als inoffizielle Nationalhymne gehandelt.

Auch andernorts sind offenbar viele dem Aufruf zum "Flashmob-Gig" gefolgt. Unter Hashtags wie #WienLiebe waren zahlreiche Berichte und Videos davon zu finden, wie Hausbewohner über ihre Fenster und Balkone ein "Gratiskonzert" gegeben haben.

Ruhe!

Dass es bei einigen Anrainern nicht so gut ankommen, wenn jemand aus dem Fenster singt, war zu erwarten. Vor allem in Wien. Einige Wiener rufen ja angeblich bereits die Polizei, wenn die Amsel auf der Dachrinne zu laut zwitschert. RUHE!!! 

Die Musiker Christoph und Lollo hatten den Widerstand auf Facebook schon vorhergesagt: "Um kurz nach Sechs machen Tausende Wiener das Fenster auf und schreien: 'Gusch es scheiß Musiker, geht's in Oasch es Heisln!''

"Azzurro"

Auf Social-Media-Plattformen machen Videos die Runde, die zeigen, wie die Italiener mit der schwierigen Coronavirus-Situation umgehen. Abendlich zeigen sich viele am Fenster oder auf dem Balkon um – gemeinsam, aber doch getrennt – zu musizieren. Am Samstag stimmten sie zusammen Lieder an - unter anderem Hits der Italopop-Legende Adriano Celentano.

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