FPÖ übt Kritik an Fördergeldern für Dokumentarfilm "Wahlkampf"

Harald Friedl begleitete Babler 2024 - Mölzer: "Propaganda auf Kosten der österreichischen Steuerzahler" - Kulturministerium: Förderzusage unter Vorgängerregierung durch eigenständige Jury.
Andreas Babler beim Wahlkampf.

Die FPÖ äußert Kritik an der Vergabe von Fördergeldern für den Dokumentarfilm "Wahlkampf". Dieser zeigt SPÖ-Politiker Andreas Babler im Nationalratswahlkampf 2024 - wobei es kein Mitbestimmungsrecht für Babler beim Final Cut gegeben habe, wie Regisseur Harald Friedl am Samstag bei der Filmpremiere im Zuge der Diagonale betonte. Vom Österreichischen Filminstitut (ÖFI) flossen über 300.000 Euro an Herstellungsförderung für das Werk, das am 24. April regulär in die Kinos kommt.

FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer äußerte am Dienstag in einer Aussendung den "Verdacht einer indirekten Parteienfinanzierung" und ortete "Propaganda auf Kosten der österreichischen Steuerzahler". Mit einer parlamentarischen Anfrage an den nunmehrigen Vizekanzler und Kulturminister Babler will der Freiheitliche nun u.a. geklärt wissen, wann und unter welchen Umständen die Förderung beantragt und genehmigt wurde und wer die Entscheidungsträger waren.

Das Kulturministerium betonte gegenüber der APA, dass sämtliche Produktionsförderungen für den Film noch unter der türkis-grünen Vorgängerregierung genehmigt worden seien. Ohnehin treffe das Filminstitut Förderentscheidungen über eigenständige Jurys und somit unabhängig vom Bundesministerium. Abseits vom ÖFI hätten auch der Filmfonds Wien und das Land Niederösterreich Förderungen für "Wahlkampf" genehmigt.

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