Jennifer Lawrence als Mutanten-Veteranin Raven redet Professor Xavier ins Gewissen: „X-Men: Dark Phoenix“

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Kultur
06/06/2019

Filmkritik zu "X-Men: Dark Phoenix": Das Duell der langen Haare

Überraschend starkes Frauen-Finale des Prequels der "X-Men"-Serie: "Dark Phoenix"

Es sind immer die Frauen, die den Arsch der Männer retten, sagt Jennifer Lawrence aka Raven zu ihrem Boss, Professor Charles Xavier: „Vielleicht sollten wir X-Men in X-Women umbenennen.“

Gute Idee. Immerhin wird im zwölften „X-Men“-Spektakel eine Frau in die Hauptrolle gehoben und muss mit den immensen Kräften umgehen, die plötzlich in ihrem Körper toben und in ihrem Gesicht goldene Risse hinterlassen. Sophie Turner („Game of Thrones) spielt souverän jene zwiegespaltene Mutantin Jean Grey, die als kleines Mädchen von Xavier aufgenommen, aber auch belogen wurde. Bei einer Mission ins All im Jahr 1992 verschluckt sie eine unermessliche Energiequelle. Deren unkontrollierbare Kräfte zieht eine Alien-Rasse unter der Führung der albino-artigen Jessica Chastain an und resultiert in rasanten Duellen zwischen den beiden Damen und ihren langen Haaren.

„X-Men“-Produzent und Erstmalsregisseur Simon Kinberg greift tief in die Action- und Spezialeffektkiste, um das Drama von Jean Grey mit gebotenem Bombast zu erzählen. Wenn Michael Fassbender als Eric zur Tür hereinkommt, bohrt sich hinter ihm eine U-Bahn durch den Beton. Schöne Schauwerte, emotionale Tupfer, gute Unterhaltung.

INFO: USA 2019. 113 Min. Von Simon Kinberg. Mit Sophie Turner, James McAvoy.