Kultur
13.06.2018

Filmkritik zu "Goodbye Christopher Robin": Verkaufte Kindheit

Schön erzähltes Drama über die Enstehung von "Winnie the Pooh" und die Verwandlung der Kindheit in einen globalen Bestseller.

Winnie the Pooh, hierzulande auch durch die Stimme auf den „Pu der Bär“–Hörbüchern von Harry Rowohlt in den Kinderzimmern präsent, zählt zu den globalen Buchbestsellern. Der kleine Bub Christopher Robin und seine Stofftiere – allen voran der Honig verliebte Bär Winnie – dominierten seit Mitte der 1920er-Jahre ihre (kindliche) Leserschaft.

Wie es dazu kam, dass der britische Schriftsteller A. A. Milne den Hundert-Morgen-Wald und seine Bewohner erfand, erzählt Simon Curtis in seinem formschönen und nur geringfügig pathetischen Biopic.

Domhnall Gleeson als Schriftsteller A. A. Milne steht nach dem Ersten Weltkrieg unter Schreibblockade. Margot Robbie als seine exzentrische Ehefrau drängt ihn zur Karriere. Als sie nach London verschwindet, muss sich Milne mit dem kleinen Sohn Christopher Robin, von allen nur Billy Moon genannt, beschäftigen. Die gemeinsamen Spiele im Wald inspirieren den Bestseller – und verkaufen die Kindheit von Christopher Robin an ein Millionenpublikum. Bittersüßes, gefühlvolles Vater-Sohn-Beziehungsporträt.

INFO: UK 2017. 107 Min. Von Simon Curtis. Mit Domhnall Neeson, Margot Robbie