"White Snail": Spektakulärer Schnecken-Sex in den Wäldern von Belarus
Zarte Annäherung: Marya Imbro und Mikhail Senkov in "White Snail".
White Snails. Das österreichisch-deutsche Regieduo Elsa Kremser und Levin Peter hat sich schon mehrfach durch experimentelle Essayfilme wie zuletzt „Dreaming Dogs“, einer traumtänzerischen Beobachtung von Straßenhunden in Moskau, ausgezeichnet. Auch ihr erster Spielfilm „White Snails“ zieht seine beinahe schon magische Kraft aus dokumentarischer Beobachtungsgabe und verbindet sie mit einer sinnlichen Affinität zur Tierwelt.
Die weißblonde Masha lebt in Minsk, der Hauptstadt von Belarus und besucht die Modellschule. Sie wird als großes Talent gehandelt und träumt von einer Karriere in China. Doch Masha ist nicht nur hauchdünn, sondern auch psychisch fragil. Nach einem Suizidversuch sucht wie weiter die Nähe zum Tod – und lernt so Misha kennen, der in einem Leichenschauhaus arbeitet. Misha ist ein bulliger, stark tätowierter Typ und malt fantastisch-düstere Totenporträts. Die zarte Annäherung zwischen den beiden Außenseitern erzählen Kremser und Peter als somnambule, nachtgeschwärzte Anti-Romanze am Rande einer diktatorischen Gesellschaft. Die titelgebenden weißen Schnecken sind Mashas Haustiere, schieben sich feucht über die Haut und haben mehr Sex als die Protagonisten – in einer spektakulären Schnecken-Sexszene.
INFO: Ö/D 2025. 115 Min. Von Elsa Kremser, Levin Peter. Mit Marya Imbro, Mikhail Senkov.
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