Mittendrin statt nur dabei: Regisseur Schwendemann und "die Jungs" von Fanta 4

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Kultur
05/24/2020

Fanta4-Doku: „Ziel war, dass die Vier uns irgendwann völlig vergessen“

Regisseur Schwendemann über seinen Zugang zu der Doku "Wer 4 sind - Die Fantastischen Vier"

Preis der Jury. Sie sind „unzertrennbar“. Die Fantastischen Vier prägen seit 30 Jahren das deutschsprachige Musikgeschäft. Welche Persönlichkeiten sich abseits des Bühnenlichts hinter den Namen Smudo, Thomas D., Michi Beck und And.Ypsilon verbergen, dem nähert sich die Doku „Wer 4 sind“ an. Regisseur, Drehbuchautor und Neo-ROMY-Besitzer Thomas Schwendemann: „Ich wollte die Jungs zeigen, wie sie wirklich sind. Dass sie das zugelassen haben, dafür bin ich ihnen sehr dankbar.“

Der Weg dorthin war nicht einfach. „Die Vier lassen nicht mehr viel an sich heran, und das müssen sie ja auch nicht.“ Der Münchner hatte zwar einen Vertrauensvorschuss, weil er mit Thomas D. seit 2013 eine TV-Wissenssendung macht. „Als ich eine Doku zum 30er der Band vorschlug, hatten sie aber eigentlich gar keine Lust.“

Weil sich andere Jubiläumspläne zerschlugen, kam es doch zum Dreh. Der

42-Jährige begleitete Fanta 4 von Mitte 2017 bis Frühjahr 2019 nur mit Kamera- und Tonmann. „Ziel war, dass die Vier uns irgendwann völlig vergessen.“

Den Auftakt machte die Einladung von Thomas D. zum „mars“, wo die Gruppe sich zur Jam Session zu „Captain Fantastic“ traf. „Da wussten sie noch immer nicht, ob sie mitziehen. Besonders Michi Beck ist ein Parade-Zweifler. Ich sagte dann, ich dreh’ und schneide das, damit sie eine Ahnung bekommen, wohin ich will.“

Offenheit

Auf 300 Stunden Drehmaterial geben Fanta 4 viel preis. So räumt And.Ypsilon seine Vereinsamung innerhalb der Band ein. Alle vier wollten Input von außen beim Text. „Ich hatte sie gebeten, offen und ehrlich zu sein. Dass sie mir das schenkten, macht die Arbeit besonders.“

Schwendemann hat „die Jungs lieb gewonnen. Das sind vier sehr sympathische, kreative Köpfe und recht unterschiedliche, interessante Menschen, die nach wie vor unbetretene musikalische Pfade gehen.“ Und das offenkundig nicht, weil sie „nichts anderes“ können, wie es Smudo formulierte.

Schwendemann, der im Filmbereich schon vieles gemacht hat und auch als Puppenspieler werkt, ist zufällig bei der Doku gelandet. Sein Herz gehört aber dem Spielfilm „Ich habe in Wien und München Regie und noch bei Walter Wippersberg Buch und Dramaturgie studiert, weil ich Geschichten erzählen will.“ Jene von Fanta 4 sei toll gewesen, jetzt aber wird es wieder Zeit für eine eigene.

Info: Die Doku ist auf Sky abrufbar. Sky One HD straht sie zudem am 31. Mai um 21.45 Uhr aus

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