Einsamer Eisberg, tote Fische: Die Sieger des World Photography Awards

Einsamer Eisberg, tote Fische: Die Sieger des World Photography Awards
Reise um die Welt: Die zehn Gewinner der jeweiligen Kategorien kämpfen im Juni um den Titel "Open Photographer of the Year".

Es ist der größte Fotowettbewerb der Welt: Zehntausende reichten beim "Sony World Photography Award 2020" ihre Bilder ein, hundert kamen in die engere Auswahl. Nun wurden die Gewinner in den zehn Kategorien - von Architektur bis Porträt - gekürt. 

Im Juni kämpfen diese dann um den Titel "Open Photographer of the Year". Die Auszeichnung ist mit 5.000 US-Dollar prämiert. 

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Natur und Tierwelt

Diese zwei Geparden, die sich nach erfolgreicher Jagd gegenseitig das Blut ablecken, hat der Chinese Guofei Li in Botswana fotografiert. Es trägt den Titel "Tai Chi Diagram" - denn ihre Position ähnelt der Form des Yin-Yang-Symbols.

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Kultur

Der Australier Antoine Veling hat in "Mark 5:28" den Moment festgehalten, als Zuschauer eines Iggy-Pop-Konzerts im Sydney Opera House auf der Bühne mit dem Künstler tanzten. Das Foto, das mit einem Caravaggio-Gemälde verglichen wurde, trägt seinen Titel aufgrund einer Bibelstelle: "Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt."

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Kreativ

Suxing Zhang aus China hat die Kategorie mit dem Foto  "Knot" gewonnen. Es zeigt das Porträt einer jungen Frau mit einer Collage symbolischer Elemente. Dieses einzelne Schwarz-Weiß-Bild ist Teil der Serie Hua (Chinesisch für "Blume"), in der Blüten als Metaphern der Weiblichkeit betrachtet werden.             

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Stillleben

Das Foto "A Plastic Ocean" des Argentiniers Jorge Reynal zeigt einen toten Fisch, der scheinbar in einer Plastiktüte um Atem ringt. Das Bild soll die Plastikverschmutzung der Meere thematisieren.

 

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Landschaft

Craig McGowan (Australien) wurde für sein Foto "Ice Reflections" ausgezeichnet. Es ist das Bild eines einsamen Eisbergs im Fjord des Nordostgrönland-Nationalparks. Eisberg und Landschaft spiegeln sich im klaren Wasser wider. 

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Porträt

Tom Oldham aus Großbritannien konnte mit seinem Schwarz-Weiß-Porträt des Pixies-Frontmanns Charles Thompson überzeugen. Es trägt den Titel "Black Francis", ein Pseudonym des Sängers. Oldham bat ihn die Frustration angesichts der zahlreichen Porträtaufnahmen zum Ausdruck zu bringen, so entstand die Geste. Das Foto erschien ursprünglich im MOJO Magazine.

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Architektur

Rosaria Sabrina Pantano (Italien) ist Gewinnerin dieser Kategorie. Ihr Schwarz-Weiß-Foto zeigt eine pyramidenförmige Skulptur von Mauro Staccioli im sizilianischen Museum Fiumara d'Arte, die genau auf dem 38. Breitengrad steht. Das Foto trägt den Titel "Emotional Geography".  

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Straßenfotografie

Das Foto von Santiago Mesa (Kolumbien) dokumentiert einen Demonstranten in der Stadt Medellin, wo Arbeiter und Straßenverkäufer an einem Marsch teilnahmen, der von einer Einsatzgruppe aufgelöst wurde. Sie protestierten gegen steigende Lebenshaltungskosten und Ungleichheit. Es trägt den Titel "Colombia Resiste". 

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Reise

"Riding a Saharan Freight Train" von Adrian Guerin (Australien) zeigt eine schnurgerade Bahnstrecke in Mauretanien. Der Fotograf hat das Bild von einem 2,5 Kilometer langen Eisenerzzug aufgenommen, einem der längste Züge der Welt. Die 700 Kilometer lange Reise führte ihn von der Küstenstadt Nouadhibou in die Sahara-Wildnis von Zouérat.

 

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Bewegung

Alec Connah aus Großbritannien hat den Augenblick festgehalten, in dem vier Kühltürme des Kraftwerks Ironbridge in Shropshire am 6. Dezember 2019 gesprengt wurden. Es trägt den Titel "Going Down!".

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